Der Dicke Hund im Januar

„Wir schaffen das!“ war der prägende Ausspruch der Kanzlerin, als es darum ging, eine große Anzahl von Flüchtlingen bei uns aufzunehmen. Die Stadt Hof hat kräftig geholfen und schutzsuchenden Menschen ein neues Zuhause geboten. So hat sich die Einwohnerzahl erhöht, die Geburtenrate ist gestiegen. Um Integration erfolgreich zu machen, muss man sich auch um die Menschen kümmern, insbesondere um die Kinder. Das kostet. Und genau hier wird Hof derzeit im Stich gelassen. Ausgerechnet von den Regierungspolitikern, die das „S“ für „sozial“ im Namen tragen. Christlich-sozial in München und Sozial-demokratisch in Berlin. Die Sozialkosten der Stadt Hof explodieren und legen den Spielraum für andere wichtige Aufgaben im Jahr 2022 auf Eis. Die Kosten für den städtischen Straßenunterhalt sollten auf sagenhafte „Null Euro“ gekürzt werden. Da wird es allerhöchste Zeit, die tatsächlichen Sozialkosten offenzulegen und damit bei Staats- und Bundesregierung anzutreten. Denn „Wir schaffen das!“ kann für die Stadt Hof nicht bedeuten „Wir zahlen das!“ Die Stadt Hof hat Großartiges geleistet, daran darf sie jetzt finanziell nicht zugrunde gehen. Das wäre unterlassene Hilfeleistung und für uns der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Wassermann (21.01.-19.02.)

Der Wassermann gilt als das außergewöhnlichste aller Sternzeichen. Er ist originell und individuell. Kurz, man findet ihn so kein zweites Mal. Meist hält der Wassermann-Geborene nichts von Traditionen, vielmehr ist er fasziniert von allem was seltsam oder sogar skurril ist. Sein Umfeld hat es manchmal nicht leicht, seine Handlungen richtig zu verstehen. Auf der einen Seite ist er ein wahrer und treuer Freund, auf der anderen Seite sehnt er sich nach Unabhängigkeit und Veränderung. Sicher ist aber, dass es mit dem Sternzeichen Wassermann nie langweilig wird. Es gibt kaum jemanden, der von ihm und seinem Enthusiasmus nicht mitgerissen wird. Er steht immer unter Strom und das steckt an. Nicht bloß der Ideenreichtum des Wassermannes ist bemerkenswert, auch seine Toleranz. Typisch für den Wassermann ist, dass er einen extrem breit gefächerten Freundeskreis hat, darunter viele Charaktertypen. Diese schätzen seine Hilfsbereitschaft und Intelligenz. Allerdings müssen sie damit umgehen können, dass der Wassermann nicht gerne über seine Probleme spricht.

Der Lichtblick im Januar

Wer denkt, Engel gibt es nur zur Weihnachtszeit, liegt daneben. Engel gibt‘s das ganze Jahr. Man denke nur an die Schutzengel, die viele Menschen vor einem bevorstehenden Unheil bewahren. Vor allem bei Autofahrern bekannt ist der Spruch gleich einer Mahnung: „Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegt!“. Jetzt hat auch die Stadt Hof drei dieser geflügelten Lichtgestalten in der Innenstadt installiert. Tagsüber eher unscheinbar, erstrahlen sie in der Dunkelheit im hellen Lichterglanz. In Anlehnung an die Hofer Symphoniker handelt es sich um drei musikalische Himmelswesen. Ausgestattet mit Trompete, Flöte und Harfe. Zu bestaunen sind sie noch bis zum 9.Januar am Wirthplatz, am Rekkenzeplatz und am Sonnenplatz (Bild). Im Blick hat die Stadt Hof einen sechs Meter hohen Engel, der am Theresienstein stehen soll und über die Stadt Hof wacht. Vielleicht wird er ein Schutzengel, der die Stadt vor Unheil bewahrt. Zumindest symbolisch ein schönes Zeichen. Und für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im Dezember

Da standen sie also. Fertig aufgebaut und dekoriert. Die Stände am Hofer Weihnachtsmarkt sollten am Montag vor dem 1.Advent eröffnen. Bis am Freitag davor die für die Betreiber verheerende Nachricht aus München kam: Alle Weihnachtsmärkte in Bayern werden abgesagt. Dabei wurden weder Mühen noch Kosten gescheut, um ein pandemieverträgliches Konzept zu erstellen. Die Zeit bis zur Eröffnung hat nicht nur die Aussteller, sondern auch die Stadt Hof viel Geld und Energie gekostet. Na gut, könnte man sagen, die Gesundheit der Bürger geht eben vor. Richtig, aber die Entwicklung hatten Gesundheitsexperten vorhergesagt. Klare, rechtzeitige Ansagen seitens der Politik hätten die Aussteller davor bewahrt, in eine Nullnummer zu investieren. Gleiche kurzfristige Anweisungen, um nicht zu sagen Befehle, waren seit Corona-Ausbruch im März 2019 festzustellen. Leidtragende waren Schüler, Eltern, Pflegekräfte, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Kulturveranstalter, Gastronomen, Einzelhändler, Dienstleister, Freischaffende und viele andere. Immer wieder das gleiche Spiel: Am Freitag wird am Nachmittag bekanntgegeben, auf welche neuen Vorschriften sich die Bürger ab Montag einzustellen haben. Wer gegen die Vorschriften verstößt, wird bestraft. Bürgernähe und Planungssicherheit sehen anders aus. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Lichtblick im Dezember

Im Zuge der Pandemie kam es etwas zu kurz, auch wenn alles unternommen wurde, um es festlich zu gestalten: das 150jährige Jubiläum des Hofer Wärschtlamos. Zahlreiche Veranstaltungen mit begrenzten Besucherzahlen, aber auch besondere Möglichkeiten, um sich über die Geschichte der Hofer Wurstverkäufer zu informieren. Wer die Ausstellung im Museum Bayerisches Vogtland besuchen möchte, muss sich sputen. Die ist – offiziell – nur noch bis zum 12.Dezember geöffnet. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Jubiläums-Broschüre „Mit oder ohne Sempft?“ zu besorgen. Und speziell zur Weihnachtszeit das Wärschtlamo-Räuchermännchen (Bild). Weitere Geschenkideen gibt es in der Tourist-Info am Hofer Rathaus. Freilich stellt sich die Frage: Warum werden die Jubiläums-Feierlichkeiten nicht verlängert? Ein richtiges Wärschtlamo-Fest, wenn es wieder erlaubt ist, mit der ganzen Bevölkerung? Die Wärschtlamo-Ausstellung in die Innenstadt bringen. Die Wärschtlamänner auf die Bühne holen, ihre Geschichten erzählen lassen. Dazu frisch aus dem Kessel heiße Wiener, Bauern- oder Weißwürste im Brötchen, mit oder ohne Sempft. Dazu ein Hofer Bier und viel gute Laune. Stadtmarketing, an die Arbeit! Für uns der Lichtblick mit extremer Vorfreude auf das kommende Jahr.

Hofoskop: Steinbock (22.12.-20.01.)

Der Steinbock-Geborene will ganz hoch hinaus im Leben. Nicht umsonst ist Steinbock das Zeichen des Herrschers und der Gesetzgebung. Daher ist der Steinbock-Geborene ein guter Redner und sehr diszipliniert, wenn es um ein für ihn wichtiges Thema geht. Viele Menschen, die eine natürliche Autorität haben und Verantwortung übernehmen, haben diese Steinbock-Energie. So zäh zu sein kann aber auch ein großer Nachteil des Steinbocks sein. Er kann sich sehr auf ein Thema versteifen, um es perfekt zu machen und lässt alles andere hinter sich. Sonst sind sie loyale und verlässliche Freunde. Wenn du einmal Probleme hast, kannst du ruhig zu einem Steinbock-Geborenen gehen, er wird helfen. Allerdings ist er immer sehr beschäftigt und kann daher nicht oft zu Treffen oder Feiern kommen. Steinböcke sind zwar kontrolliert, aber sie haben durchaus auch leidenschaftliche Anteile. Tipp für Steinbock-Geborene: Suchen Sie sich jemanden, der diese sinnliche Seite in Ihnen herauskitzelt. Der Anfang des nächsten Jahres wird sehr interessant für Sie, denn der Erfolg in der Arbeit wird wie aus dem Nichts zu Ihnen kommen.

Der Dicke Hund im November

Das stilisierte Ampelmännchen ist Standard. Aber es gibt mittlerweile auch eine Vielzahl von Ausnahmen. Eine davon kann in der Nachbarstadt von Hof, in Plauen, besichtigt werden. Dort wurden die Vater & Sohn-Figuren (Ampelschablone Bild unten) des Plauener Zeichners Erich Ohser, Künstlername e.o. plauen, vom Sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr bereits 2018 für mehrere Kreuzungen genehmigt und mittlerweile verlängert. Das dürfte ein Beleg dafür sein, dass es an diesen Örtlichkeiten nicht zu angefahrenen Schulkindern gekommen ist. Das ist nämlich die Befürchtung der Regierung von Oberfranken, dass es für die Sicherheit im Straßenverkehr unabdingbar sei, dass die Verkehrszeichen einheitlich gestaltet sind. Deshalb wird der Antrag der Stadt Hof auf zwei „Wärschtlamo-Ampeln“ (hof-programm-Vorschlag oben rechts) abgelehnt. Diese Abwehrhaltung gegen Hofer Initiativen kommt dem Dicken Hund bekannt vor. Schon als der damalige Hofer Oberbürgermeister Dr. Hans Heun nach München fuhr, um sein Untreusee-Projekt vorzustellen, hieß es dort, in Hof sei es doch zu kalt für einen Badesee. Und als die Stadt Hof an der Autobahn Tafeln mit touristischen Informationen, zum Beispiel mit dem Bürgerpark Theresienstein, beantragte, wurde das abgelehnt. Bis eine unabhängige Jury den „Stein“ zum schönsten Park Deutschlands wählte. Wenn die Stadt Hof nun erneut abgewimmelt wird, ist das für uns der Dicke Hund des Monats.