Der Dicke Hund mag Tiere – auch mitten in der Stadt. Schwierig wird es jedoch, wenn ihre Hinterlassenschaften überhandnehmen und das Einkaufserlebnis zwischen Kinderspielzeugladen und Familiencafé gründlich vermiesen. So etwa in der Hofer Lorenzstraße vor dem ehemaligen Woolworth und der früheren Spielothek. Der Kampf gegen den Leerstand lässt sich jedenfalls nicht mit einer Taubenplage gewinnen. Außer vielleicht, wenn man Adrian Rossner – alias der Wirtsgogl – glauben mag. In der Meinel Tenne erklärte er augenzwinkernd, es handle sich eigentlich um ein „Taubenkompetenzzentrum“. Die Fastenpredigt bringt auch den Dicken Hund auf kreative Gedanken. Warum nicht den abgekratzten Taubenkot als Düngemittel verkaufen und damit den städtischen Haushalt sanieren? Auch die Vorstellung einer Umsiedlung gefällt ihm. Nur wenige hundert Meter weiter, auf dem Schiller-Areal, hätten die gefiederten Freunde beste Bedingungen für kommende Taubengenerationen. Auf dem brachliegenden, rund 16.000 Quadratmeter großen Schutthaufen wäre sogar noch Platz für die invasiven Kanadagänse vom Untreusee. Solange sich jedoch Vögel samt Hinterlassenschaften ausgerechnet in der Hofer Fußgängerzone ungehindert ausbreiten – befeuert von Unbelehrbaren, die tütenweise Taubenfutter dazukippen – bleibt das für uns: der Dicke Hund des Monats.














