Der Lichtblick im Oktober

Wer sagt eigentlich, dass eine Trafostation grau und langweilig sein muss? In der Kreuzsteinstraße beweisen die Stadtwerke Hof gerade das Gegenteil. Die Künstlerin Carmen Vogt hat aus dem technischen Zweckbau ein farbenfrohes Stück Hof gemacht. Bekannte Hofer Motive und Stadtansichten finden sich hier eingebettet in eine detailreiche grüne Landschaft. Die Gestaltung ist Teil eines Projekts, mit dem die Stadtwerke seit 2020 Versorgungsstationen in Hof und Umgebung künstlerisch aufwerten. Aus grauen Kästen werden so kleine Kunstwerke am Straßenrand. Und das Ganze hat noch einen erfreulichen Nebeneffekt: Die bereits gestalteten Stationen blieben bislang von Schmierereien verschont. Eine schöne Idee, die zeigt, dass manchmal schon ein bisschen Farbe reicht, um das Stadtbild ein gutes Stück lebenswerter zu machen. Also beim nächsten Weg durch die Kreuzsteinstraße ruhig einmal genauer hinschauen. Für uns ein farbenfroher Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im September

Wenn jemand weiß, wo in Hof und Umgebung etwas los ist, dann er: Günter Lippert.
Seit nun inzwischen 30 Jahren ist er ein fester Bestandteil des hof-programms. Drei Jahrzehnte lang hat er miterlebt, wie sich die Veranstaltungslandschaft verändert hat – von Kneipen und Wiesenfesten über Konzerte bis zu den großen Events der Region. Sein erstes hof-programm (linkes Cover) war noch überwiegend schwarz-weiß, das Internet spielte für die Veranstaltungsplanung keine Rolle. Geblieben ist das Wichtigste: Jeden Monat zuverlässig wissen, wo was läuft – im gedruckten Format, handlich für die Hosentasche. 30 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Günter hat in dieser Zeit nicht nur unzählige Veranstaltungen erlebt, sondern auch das hof-programm selbst mitgeprägt. Heute erscheint es moderner und bunter, doch eines ist gleich geblieben: die Liebe zur Region und der Anspruch, Monat für Monat zu zeigen, was es in Hof und Umgebung zu erleben gibt. 30 Jahre Günter Lippert beim hof-programm – für uns definitiv der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im August

Manchmal ist der schönste Lichtblick nicht etwa ein neues Gebäude oder ein großes Fest, sondern die Gewissheit, dass etwas Bewährtes eine Zukunft hat. In dieser Ausgabe fällt uns die Wahl des Lichtblicks besonders leicht – und zugegeben auch besonders schwer. Denn diesmal geht es um etwas, das unser hof-programm betrifft. Seit mehr als 44 Jahren begleitet das „hp“ die Menschen in unserer Region, das FichtelgebirgsProgramm inzwischen seit 13 Jahren. Monat für Monat dürfen wir über die vielen Veranstaltungen berichten, die Hochfranken so lebendig machen. Nach dem Tod des Gründers unserer Magazine – Gerhard Prokscha – stand die Frage im Raum, wie es weitergeht. Seit dem 1.Juli darf ich selbst – Nico Maisel – diese Geschichte nun weiterschreiben. Ich habe meine Ausbildung bei unserem Herausgeber extra Medien Marketing absolviert und arbeite seit bereits sieben Jahren an unseren Programmen. Mit der Übernahme möchte ich nicht alles neu erfinden. Im Gegenteil. Mir ist wichtig, das fortzuführen, was mein früherer Chef Gerhard Prokscha mit viel Herzblut aufgebaut hat: verlässliche Veranstaltungsinformationen, eine enge Verbundenheit mit unserer Region und eine Plattform für Vereine, Kulturschaffende, Kommunen und Unternehmen. Das Alles natürlich weiterhin mit meinem guten Freund und Kollegen Günter Lippert. Für unsere Leserinnen und Leser sowie für unsere Kunden und Partner bleibt deshalb alles ganz bewusst unverändert. Für uns ist das der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Juli

Am 1.Juni war Hofer Schlappentag – de facto Hofs Nationalfeiertag. Nur eine Woche später folgte bereits der Hofer Genussmarkt. Kann das gut gehen? Und ob! Die Menschen strömten auf den Maxplatz und nutzten das vielfältige Angebot aus Wochenmarkt und mehr als 40 zusätzlichen Spezialitätenständen. Aus dem Hofer Land und den benachbarten Grenzregionen wurde nur das Beste serviert: von der Rindfleischwurst über gebackene Klöße bis hin zu tschechischen Baumstriezeln. Aber auch türkische und arabische Spezialitäten fanden großen Anklang – und die Besucher wussten die frischen Produkte zu schätzen. Auf dem Programm standen ein Kinderkochangebot, ein Spargelschälwettbewerb der Stadträte und des OB und Musik zum Wohlfühlen. Mitten über den Platz zog sich zudem „Hofs längste Genusstafel“ mit 350 Sitzplätzen. Der Hofer Genussmarkt zeigt: Wir leben nicht nur in einer Genussregion – wir leben den Genuss. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Juni

Am Untreusee taucht plötzlich Kunst auf. Still, geheimnisvoll und mitten in der Natur. Mal wächst ein Gesicht aus Moos an einem Baumstamm, mal entsteht aus Zapfen, Ästen und Holz eine kleine Fantasiewelt. Wer hier spazieren geht, entdeckt immer wieder neue Überraschungen. Der berühmteste anonyme Straßenkünstler der Welt ist Banksy. Seine Werke machen Mauern weltberühmt und Immobilien plötzlich Hunderttausende Euro mehr wert. Doch sein größtes Geheimnis bleibt bis heute ungelöst: Niemand weiß genau, wer er wirklich ist. Und vielleicht hat nun auch der Untreusee seinen eigenen Banksy. Oder seine Banksy. Denn auch hier erschafft jemand im Verborgenen Kunst, die Menschen berührt. Keine Farbe aus der Spraydose, sondern Naturmaterialien werden zur Leinwand der Fantasie. Moos, Holz, Rinde und Tannenzapfen verwandeln den Weg rund um die Eppenreuther Mühle in eine kleine Märchenlandschaft. Diese Kunst ist nicht laut. Sie drängt sich nicht auf. Sie wartet darauf, entdeckt zu werden. Und genau das macht sie so besonders. Der anonyme „Banksy vom Untreusee“ ist für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Mai

Ein Glücksfall für die Kirchenmusik: Hof feiert seine Orgelgeschichte In unserer Region gibt es Koryphäen, auf die wir mit Recht stolz sein können. Keine klassische Regionalprominenz, aber hochgeschätzt in der Fachwelt. Im Bereich der Kirchenmusik beispielsweise die Hofer Familie Stühlmeyer. Dr. Barbara Stühlmeyer ist unter anderem eine international renommierte Hildegard-von-Bingen-Expertin, ihr Mann, Musikdirektor Dr. Ludger Stühlmeyer, stand mit seinen Kompositionen teilweise sogar im persönlichen Austausch mit dem Papst. Beide haben zahlreiche Bücher und Musikwerke veröffentlicht und organisieren hochkarätige Veranstaltungen. So arbeiten sie aktuell beim 1. Hofer Kirchenmusikfestival von Ludger Stühlmeyer zusammen. Anlass ist ein besonderes Jubiläum: 650 Jahre erste urkundlich erwähnte Orgel in Hof. Oder hätten Sie gedacht, dass Hof mit dem Jahr 1376 zu den ältesten nachweisbaren Orgelstandorten Bayerns zählt? Ab dem 3.Mai läuft daher über fünf Monate hinweg ein breit gefächertes Programm mit Orgelmusik aus allen Epochen, Angeboten für Kinder, Vorträgen, Führungen und natürlich Gottesdiensten. Viele überraschende Gäste haben sich angekündigt. Beispielsweise spielt ein Chefarzt des Hofer Sana Klinikums, der früher Domorganist in Zagreb war. Auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat sich als Schirmherr zum Eröffnungsgottesdienst in die Marienkirche am 3.Mai um 10 Uhr angekündigt. Dort werden erstmals seit der Reformation Gesänge aus dem Hofer Franziskaner- und Klarissenkloster erklingen. Viele Städte beneiden Hof um eine solche Ausnahmefamilie. Für uns ist sie der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im April

Von wegen quietschende Streichkonzerte auf unbequemen Stühlen. Wer aus Angst vor Klassik die Konzerte der Hofer Symphoniker verpasst, ist selbst schuld. Zum 80. Jubiläum zeigt das Orchester, was in ihm steckt. Das Konzert „The Sound of James Bond“ versetzte die Freiheitshalle in die actionreiche Welt des berühmtesten Geheimagenten aller Zeiten. Legendäre Soundtracks wie „Skyfall“ und „Goldfinger“ erklangen mit voller Wucht – begleitet von der deutschen Stimme des von Daniel Craig verkörperten James Bond, live auf der Bühne und mit vielen spannenden Hintergrundgeschichten. Der nächste Höhepunkt, „Amadeus rockt“, ist bereits ausverkauft. So soll es sein. Für Familien steht im April das berühmte Kinderbuch „Der kleine Prinz“ auf dem Programm, im Dezember folgt das unverwechselbar weihnachtliche Filmkonzert „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Was 1945 im Nachkriegs-Hof mit vielen Sudetenflüchtlingen begann, ist heute ein Aushängeschild für Hof – und ein Beweis dafür, dass Hochkultur alles andere als abgehoben ist.

Der Lichtblick im März

Im März blickt die deutsche Eisenbahnwelt nach Hof: Der Fahrgastverband ProBahn hält hier seinen Bundesverbandstag 2026 ab – und erinnert damit an die lange und prägende Geschichte der Hofs als Eisenbahnerstadt. Noch heute zeugt das imposante Empfangsgebäude des Sächsisch-Bayerischen Bahnhofs mit seinen Königsälen von dieser bedeutenden Vergangenheit. Doch das Dornröschen bröckelt vor sich hin. Die Stadt Hof will beim Eigentümer, der Bahn, Bewegung in die Sache bringen; mit einer Machbarkeitsstudie und verschiedenen Arbeitsgruppen zum Handeln. Die Eisenbahnfreunde werden zweifellos beeindruckt sein, wenn ihre Blicke über die prunkvollen historischen Decken schweifen – allerdings dürfte die Begeisterung schnell verfliegen, wenn die Gäste die sanitären Anlagen aufsuchen. Der Verbandstag will das Thema Schiene feiern, aber auch den Finger in die Wunde legen. Kaum ein Ort könnte geschichtsträchtiger sein: 1989 blickte die Welt nach Hof – dem Tor zur Freiheit für Tausende Prager Botschaftsflüchtlinge. Die Stadt wurde als offizieller Ort der Demokratiegeschichte ausgezeichnet. Wenn ein solcher Ort verfällt – welches Zeichen setzt das für die Demokratie?

Der Lichtblick im Februar

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, sagt ein altes Faschingslied, heißt in diesem Jahr also am 18.Februar. Bis dahin ist der Faschingskalender prall gefüllt mit Terminen für große und kleine Narren. In der Region laden Vereine und Gaststätten zum Faschingstreiben ein. Besonders freuen darf man sich auf die Umzüge in Töpen, Marktredwitz, Arzberg und Plauen. Auch die Zuschauer sollten sich zumindest mit Hütchen, Pappnase oder anderem lustigen Utensil ausstatten und gute Laune mitbringen. Eine besondere Tradition lebt am Rosenmontag in Bischofsgrün im Fichtelgebirge auf. Dort wird versucht, mit dem Bau des größten Schneemanns einen Rekord aufzustellen. Am Aschermittwoch ist das närrische Treiben vorbei. Zumindest bei uns in der Region. Einen schönen Februar wünscht Ihr hof-programm-Team.

Der Lichtblick im Januar

Es war die spektakulärste Flucht in der Geschichte der DDR. So unglaublich das weltweit darüber berichtet wurde und zwei abendfüllende Kinofilme darüber gedreht wurden. Am 16. September 1979 gelang den Familien Wetzel und Strelzyk die Flucht mit einem selbst konstruierten und gebauten Heißluftballon. Auch in den USA fand die Flucht von Pößneck über die innerdeutsche Grenze nach Naila soviel Aufmerksamkeit das 1982 ein spannender Kinofilm unter dem Titel: „Mit dem Wind nach Westen“ gedreht wurde. Erneut verfilmt als Thriller wurde die Geschichte unter dem Titel: Ballon“, 2018 von Michael Herbig. Über Jahre wurde der Originalballon an das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg ausgeliehen. Nach Beendigung der aufwändigen Renovierungs- und Umbauarbeiten am ehemaligen Weka-Kaufhaus die sich über acht Jahre hinzogen fand der Ballon jetzt endgültig seine Heimat in Naila. Mit VR-Brillen können die Besucherinnen und Besucher die Flucht realistisch nacherleben. Geöffnet ist das Heimatmuseum im Bürger- und Familienzentrum „Forum Naila“ zur Zeit immer sonntags, jeweils von 14 bis 17 Uhr.