Der Lichtblick im Januar

Wer denkt, Engel gibt es nur zur Weihnachtszeit, liegt daneben. Engel gibt‘s das ganze Jahr. Man denke nur an die Schutzengel, die viele Menschen vor einem bevorstehenden Unheil bewahren. Vor allem bei Autofahrern bekannt ist der Spruch gleich einer Mahnung: „Fahre nie schneller, als dein Schutzengel fliegt!“. Jetzt hat auch die Stadt Hof drei dieser geflügelten Lichtgestalten in der Innenstadt installiert. Tagsüber eher unscheinbar, erstrahlen sie in der Dunkelheit im hellen Lichterglanz. In Anlehnung an die Hofer Symphoniker handelt es sich um drei musikalische Himmelswesen. Ausgestattet mit Trompete, Flöte und Harfe. Zu bestaunen sind sie noch bis zum 9.Januar am Wirthplatz, am Rekkenzeplatz und am Sonnenplatz (Bild). Im Blick hat die Stadt Hof einen sechs Meter hohen Engel, der am Theresienstein stehen soll und über die Stadt Hof wacht. Vielleicht wird er ein Schutzengel, der die Stadt vor Unheil bewahrt. Zumindest symbolisch ein schönes Zeichen. Und für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Dezember

Im Zuge der Pandemie kam es etwas zu kurz, auch wenn alles unternommen wurde, um es festlich zu gestalten: das 150jährige Jubiläum des Hofer Wärschtlamos. Zahlreiche Veranstaltungen mit begrenzten Besucherzahlen, aber auch besondere Möglichkeiten, um sich über die Geschichte der Hofer Wurstverkäufer zu informieren. Wer die Ausstellung im Museum Bayerisches Vogtland besuchen möchte, muss sich sputen. Die ist – offiziell – nur noch bis zum 12.Dezember geöffnet. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Jubiläums-Broschüre „Mit oder ohne Sempft?“ zu besorgen. Und speziell zur Weihnachtszeit das Wärschtlamo-Räuchermännchen (Bild). Weitere Geschenkideen gibt es in der Tourist-Info am Hofer Rathaus. Freilich stellt sich die Frage: Warum werden die Jubiläums-Feierlichkeiten nicht verlängert? Ein richtiges Wärschtlamo-Fest, wenn es wieder erlaubt ist, mit der ganzen Bevölkerung? Die Wärschtlamo-Ausstellung in die Innenstadt bringen. Die Wärschtlamänner auf die Bühne holen, ihre Geschichten erzählen lassen. Dazu frisch aus dem Kessel heiße Wiener, Bauern- oder Weißwürste im Brötchen, mit oder ohne Sempft. Dazu ein Hofer Bier und viel gute Laune. Stadtmarketing, an die Arbeit! Für uns der Lichtblick mit extremer Vorfreude auf das kommende Jahr.

Der Lichtblick im November

Ein kleiner Stand beim Hofer Herbstmarkt. Bescheiden, fast unauffällig. Aber er fällt aus der Rolle. Denn das Angebot ist außergewöhnlich: Hanfprodukte aus dem Frankenwald von Bio-Bauer Uwe Gremer. Dazu gibt es etliche Informationsbroschüren über die Pflanze und die Produkte, die daraus auf legale Art und Weise hergestellt werden. Aber hallo: Ist Hanf, lateinisch Cannabis, nicht die Pflanze, aus der Haschisch und Marihuana hergestellt werden? Ist es, aber das ist in Deutschland derzeit verboten. Allerdings könnte es sein, dass sich das bald ändert. Geht es nach der Ampelkoalition (SPD, Grüne und FDP) könnte Cannabis in Deutschland bald legalisiert werden. Über Vor- und Nachteile streiten sich derzeit noch Experten von Politik, Medizin und der Polizei. Doch weg von all der Kifferei zum Nutzen der Hanfpflanze. Es gibt bereits Hanf-Bier, Hanf-Tee, Öle und Hautpflegemittel. Viel wichtiger allerdings ist der Einsatz im Bereich der Medizin. Von den vielen Wirkstoffen hat der namens CBD keinen berauschenden Effekt, sondern eine beruhigende, schmerzstillende, entzündungshemmende und entkrampfende Wirkung, sagen Experten. Dafür gibt es aber auch Tabletten, doch stellt sich die Frage: Was ist besser – die chemische Pille oder das Naturprodukt? Ein Thema, das vor allem für Schmerzpatienten wichtig ist. So sendete das ARD-Magazin „plusminus“ im September einen Filmbeitrag unter dem Motto „Medizinisches Cannabis – Kampf um einen Milliardenmarkt“. Dieser Markt mit CBD-Produkten erzielt allein in Deutschland einen Jahresumsatz von 1,8 Milliarden Euro. Daran dürfte der Anteil des Biobauern Uwe Gremer recht bescheiden sein. Der Landwirt aus dem Wallenfelser Ortsteil Wolfersgrün könnte allerdings als Hanf-Pionier im Frankenwald in die Geschichte eingehen. Das Magazin „plusminus“ berichtete über ihn, seinen Nutzhanf-Anbau, sein Labor und den Online-Handel. Der Handel mit Hanfprodukten hat Zukunft. Was für die Hallertau der Hopfen, könnte für den Frankenwald der Hanf werden. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Oktober

Beim 150.Wärschtlamo-Jubiläum ist es fast wie beim Fußballspiel. In der ersten Halbzeit passiert oft nicht viel, dafür geht es in der zweiten Halbzeit und zum Ende des Spiels Schlag auf Schlag. Zum Wärschtlamo: Das Original steht täglich in der Hofer Innenstadt, um seine duftenden Wärschtla seiner Kundschaft anzubieten. Von der Kunst wurde er schon in der Vergangenheit nicht übersehen. Am Sonnenplatz steht ein steinernes Denkmal. Es gibt ihn auch als Plastikfigur oder als Räuchermännchen. Nun setzt die Hochschule Hof noch einen drauf. Sie hat in ihrem MakerSpace, einer Werkstatt für Tüftler und Entwickler, einen etwa 30 cm großen Wärschtlamo (Foto, in den Händen von Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla) kreiert, der am 3D-Drucker hergestellt wurde. Dabei soll es aber nicht bleiben. Mit dem 3D-Drucker können weitere Kopien hergestellt werden, die zum Beispiel an Schulen im Kunstunterricht bemalt werden. Sie können ausgestellt und sogar für einen guten Zweck versteigert werden, sagt René Göring, der den MakerSpace an der Hochschule Hof koordiniert. Gute Ideen sind stets willkommen. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im September

Der Mount Fichtner, der Grüne Hügel von Hof, steht seit vielen Jahren mitten in der Hofer Innenstadt. Das marode Zentralkauf-Gebäude wurde abgerissen, der Schutt weggeräumt. Jetzt könnte gebaut werden. Die geplante Hof-Galerie wird wohl nicht kommen. Gut so, denn das Konzept ist überholt. Neue Ideen sind gefragt. Wie man aktuell bei den Handelsketten in Großstädten plant, berichtet die Fachzeitschrift Lebensmittelpraxis (LP). Wie im Foto oben könnte der Metro-Campus in Düsseldorf aussehen, den namhafte Architekten aus Berlin, London und Wien entworfen haben. Ein innerstädtisches Quartier, das Handel mit Wohnen und Freizeit harmonisch vereint. Neben den spannenden städtebaulichen und architektonischen Strukturen sollen hohe Freiraumqualitäten um Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen ergänzt werden und ein lebendiges Quartier formen. Diese Entwicklungen sehen auch andere Handelsketten. Kaufland hat in Erfurt auf dem Dach eines Supermarktes gar einen Sportplatz errichtet. Leben in der Innenstadt, auch in Hof. Es darf geplant werden. Für eine grünes, menschenfreundliches Stadtzentrum. Für uns der Lichtblick des Monats.

Bild: Metro/Lebensmittelpraxis

Der Lichtblick im August

Es zog sich hin mit der Sommerolympiade in Tokio. Eigentlich hätten die Spiele schon im letzten Jahr absolviert werden sollen. Aber coronabedingt wurden sie um ein Jahr verschoben. Jetzt aber ist es soweit. Zuschauer werden in den Stadien nicht dabei sein. Aber vor den Fernsehgeräten. Da werden speziell die Sportfreunde aus Hof und Umgebung einer jungen Frau ganz kräftig die Daumen drücken, die aus Hof stammt: Melanie Gebhardt. Sie hat die Liebe zum Kanusport beim Faltbootclub in Hof entdeckt und konnte schon mit jungen Jahren große sportliche Erfolge erzielen. Jetzt steht ihr größter bevor. Sie will mit ihren Sportfreundinnen im Kajak-Vierer eine Medaille holen. Wir drücken ihr die Daumen! Ein gutes Omen: Der Hofer Schwimmer Gerhard Hetz holte 1964 bei der Olympiade – ebenfalls in Tokio – eine Silber- und eine Bronzemedaille. In Hof wurde er triumphal empfangen. Das Gleiche wünschen wir Melanie Gebhardt in Tokio und in Hof.

Der Lichtblick im Juli

Es tut sich wieder was in der Stadt und in der Region. Die Menschen sind nach den langen Monaten ohne soziale Kontakte dabei, ins normale Leben zurückzukehren. Langsam aber – und das ist wichtig: sicher! Dabei helfen uns zum einen die niedrigen Inzidenzwerte, die Impfungen, aber auch das schöne Sommerwetter. Es lädt dazu ein, die vier Wände zu verlassen und raus zu gehen an die frische Luft. Der Theresienstein ist jetzt die ganze Woche bewirtschaftet, in der Innenstadt geht die Post ab, weil es eine Vielzahl von Annehmlichkeiten gibt. Für Fußgänger die kostenlose Mitfahrmöglichkeit im selbstfahrenden E-Bus, für Radler neue „Parkplätze“ und für Autofahrer kostenloses Parken bis Ende Juli. Die Kinder werden auf verschiedenen Plätzen mit Fahrgeschäften unterhalten. Die Kultur blüht wieder auf. Und täglich gibt es neue Ideen, die zeigen, dass das gemeinsame Erleben in diesen Zeiten schöner ist als alles andere.

Der Lichtblick im Juni

„Groß und mächtig – schicksalsträchtig“. So beginnt das Lied von Wolfgang Ambros über den Watzmann. In Hof könnte diese Anfangszeile auf den Bismarckturm zutreffen, den „Bisser“, wie ihn die Hofer liebevoll nennen. Oder besser: genannt haben, denn er ist baufällig, gesperrt und in Vergessenheit geraten. Bis jetzt sah es so aus, als warte man ab, bis er einer der nächsten Türme wird, die abgerissen werden. So wie der 45 Meter hohe Turm des ehemaligen Justizgebäudes. Oder der Turm des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Mechanischen Baumwollspinnerei, das sogenannte Blaue Haus, das ebenfalls abgerissen werden soll.

Aber für den Bisser gibt es nun nicht nur Hoffnung, sondern schon konkrete Schritte, wie er, trotz voraussichtlich hoher Kosten, restauriert werden kann. Ins Leben gerufen hat die Initiative Leo Reichel, pensionierter Hauptamtsleiter der Stadt Hof und jetziger Stadtheimatpfleger. Er klappert die Institutionen ab, die Geld für die Sanierung locker machen könnten und wirbt dafür, den massiven Hofer Aussichtsturm zu erhalten. Auch kleine Spenden können dazu beitragen. Das „Spendenkonto Bismarckturm Hof“ wurde von der Stadt Hof bei der Sparkasse eingerichtet. IBAN: DE 10 7805 0000 0222 8269 68, BIC: BYLADEM1HOF.

Der Lichtblick im Mai

Auch wenn heuer der 589.Schlappentag am Montag, dem 31.Mai, nicht als traditionelles Fest stattfinden kann, wird es ihn in einer digitalen Form geben. Für das richtige Festfeeling zuhause sorgt die exklusive Schlappentag-Genussbox mit vielen kulinarischen Spezialitäten aus heimischer Herstellung. Die Schlappentag-Genussbox ist ein echtes Füllhorn mit regionaltypischen Hofer Spezialitäten. In dem Zuhause-Paket steckt viel Kulinarik: Vier Flaschen Schlappenbier und ein original Schlappenbier-Krug der Brauerei Scherdel, Hofer Rindfleischwurst von der Metzgerei Max, Hofer Presssack von der Metzgerei Schiller, mit Schlappenbier hergestellte „Schlappenbier-Beißer“ von der Metzgerei Herpich, ein Glas Original Hofer Siebenstern-Senf von der Firma Jackstädt, ein extra für den Schlappentag mit Biertreber und Schlappenbier gebackenes Brot aus dem Hause Falter und dazu ein schöner und dekorativer Schlappentag-Magnet mit Holzscheibe von der Stadt Hof. Wer online beim Schlappentag 2021 dabei sein möchte, kann die Genussbox bequem vorbestellen, so dass sie pünktlich zum Schlappentag an die Haustür geliefert wird. Das Genusspaket kann bis zum 25.Mai online über www.falter-shop.de/SchlappenBox bestellt werden und ist für uns der Lichtblick des Monats.

Foto: Webshop Falter

Der Licktblick im April

In Zeiten, als Bayern Hof Tausende von fußballbegeisterten Zuschauern anzog, war Leben und Stimmung in der Fabrikvorstadt, dem Vertl. Die Fußballfans zogen voller Begeisterung und mit wehenden Fahnen durch die Oeslnitzer und die Leimitzer Straße hin zum Stadion „Grüne Au“ und freuten sich über jedes Tor der Hofer. Oft brüllte es dort aus Tausenden Kehlen „Toooor!“. Lang ist‘s her, Bayern Hof hat seine Erfolgs- und Blütezeit hinter sich und in der Corona-Krise ist hier weder an Fußball noch an Zuschauer zu denken. Am „Tor des Monats“ kann man sich jetzt aber trotzdem erfreuen – in der Leimitzer Straße, direkt am Gärtla. Weniger sportlich, dafür geradezu königlich. Für uns ist dieses Tor ein Volltreffer: der Lichtblick des Monats.