Der Lichtblick im Juni

Unsere Region war im Bundestag schon mal besser vertreten. Bis 2017 saßen drei Abgeordnete von CSU, SPD und den Grünen in Berlin, jetzt nur noch einer, der CSU-Abgeordneten Heiko Hain aus Weißdorf. Damit zur guten Nachricht: Dorothee Bär (CSU) wurde zur Bundesministerin ernannt: Zwar ist ihr Wahlkreis Bad Kissingen, aber sie hat eine hervorragende Verbindung in unsere Region: sie ist mit dem Hofer Landrat Dr.Oliver Bär verheiratet, gemeinsam haben sie drei Kinder. Seit Mai ist sie Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Da wird der Hofer hellhörig. Gibt es doch eine Raumfahrerin mit Hofer Blut in den Adern: Anna Lee Fisher. Sie war die erste Mutter im Weltall, in das sie im Jahr 1984 mit der Raumfähre Discovery flog. Geboren ist sie in New York, ihre Mutter Elfriede Tingle stammt aus Hof. Vom seinerzeitigen OB Dr. Hans Heun erhielt die NASA-Astronautin den Goldenen Ehrenring der Stadt Hof. Fisher war beim Ausscheiden im Juni 2006 die dienstälteste Astronautin der NASA. Damit hat Hof gute Karten, um im bayerischen Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ mitzumischen.

Der Lichtblick im Mai

Eigentlich sind es gleich zwei Lichtblicke: Die Spielplätze am Untreusee und am Bismarckturm. Beide wurden mit großem Aufwand restauriert und für die Kinder auf Vordermann gebracht. Der am Bismarckturm wurde bereits für den Spielbetrieb freigegeben, der am Untreusee befindet sich im Endspurt der Fertigstellung. Am Untreusee dürfen die Kinder eintauchen in die Welt der Seefahrer, schließlich liegt der Platz am See, wo sich die kleinen Piraten fühlen wie am Tor zur großen weiten Welt. Unmittelbar neben dem mächtigen Bismarckturm befindet sich der Spielplatz für Ritter und Burgfräuleins. Mit vier Türmen, Kletterelementen und Rutschen. Da freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern und Großeltern. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im April

Titanic, das ist großer Stoff für Bücher und Filme. Und jetzt auch für das Theater Hof.Eine Mammutproduktion mit spektakulären Bühnenbildern und einem riesigen Aufgebot an Schauspielern und Sängerinnen und Sängern sowie einer „Life-Band“, den Hofer Symphonikern. Die Titanic, das Musical. Das ist große Theaterkunst auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Im Film eroberten Ende der 90er Jahre Leonardo DiCaprio und Kate Winslet als Liebespaar an Deck des Luxusdampfers die Herzen der Zuschauer. Noch engeren Kontakt haben die Besucher im Hofer Theater zur Mannschaft und den Passagieren des „unsinkbaren“ Luxusschiffes. Sie erleben in der historisch korrekten Aufführung die Freude beim Loslegen des Schiffes, sein Auseinanderbrechen, den Kampf um die Rettungsboote, den Untergang. Theater, das ergreift, erschüttert und begeistert. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im März

Oberfranken ist bekannt als Genussregion. Mit den meisten Brauereien, Brennereien, Metzgern und Bäckern bezogen auf die Einwohnerzahl. Das Gute, alles kommt frisch ohne große Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher. Das ist hinreichend bekannt. Jetzt hat sich die Stadt Rehau eine neue regionale Attraktion ausgedacht Die hat zwar nichts mit Genuss zu tun, aber mit Komfort und Heimatbewusstsein: den Mein Rehau-Sneaker. Wobei Sneaker für im Alltag getragene sportlich aussehende Schuhe steht. Ein besonderer regionaler Bezug ist die Fertigung des Schuhs. Er wird im Landkreis Hof, in Schwarzenbach/Saale in der Adolf Werner-Schuhfabrik hergestellt. Das Futter aus hochwertigem Rinderleder, einem weichen Fußbett mit 3mm Latexschaumstoff, einer abriebfesten Laufsohle mit dämpfenden Luftkammern, einem gepolsterten Fersenteil, einer gepolsterten Zunge sowie einem stufenlosen Übergang zur Zunge. Zum diesjährigen Rehauer Wiesenfest, das Anfang Juli stattfindet, gibt es eine besondere Aktion im Vorfeld: Bis Mitte April kann sich jeder sein eigenes, exklusives und hochwertiges Paar #MEINREHAU-Lederschuhe für 99 Euro vorbestellen. Anprobieren kann man die Schuhe in den Größen 38 bis 47 ab sofort unverbindlich in der Jeans Oase, Friedrich-Ebert-Straße 18 in Rehau. Die Schuhe werden nur auf Bestellung gefertigt. Zum Genuss kommt jetzt der regionale Komfort, der Schuh von hier. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Februar

Viel zu oft wird in diesen Zeiten beklagt, dass die Menschen unter Einsamkeit leiden, die Geselligkeit fehlt. Da ist es gut, wenn man sich daran erinnert, dass schon ein Kartenspiel und ein paar Mitspieler genügen, um Abhilfe zu schaffen. Wie es geht, wurde jetzt im Schützenhaus in Münchberg eindrucksvoll gezeigt. extra-radio hatte zum 1.Weltschafkopftag eingeladen und alle waren gekommen. Landräte, Lokalpolitiker, Kartlfans der Feuerwehren und aus der Landwirtschaft, Wissenschaftler, Historiker, UnternehmerInnen, Schafkopfvereine, sogar der amtierende Weltmeister aus München. Aber eben auch blutige Anfänger, denen das Schafkopfen einfühlsam beigebracht wurde. Selbst die Lehrer des Philologenverbands wollen das Kartenspiel in Bayern auf den Stundenplan nehmen. Für Schmunzeln und Applaus sorgte in Münchberg ein T-Shirt mit der Aufschrift „Fridays for Schafkopf!“. Nach wie vor wird Schafkopf gerne in urigen Wirtshäusern gespielt. Doch längst nicht nur bei Bier und Brotzeit werden Spiel, Solo oder Wenz angekündigt, sondern auch zuhause, im Vereinsheim oder im Sommer im Biergarten. Schafkopf erobert die Welt. Für uns der Licktblick des Monats.
(Fotos: Frank Wunderatsch)

Der Lichtblick im Januar

„Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt“ sang vor 50 Jahren schon die deutsche Nationalmannschaft. Doch auch großer Fußball fängt im Kleinen an, mit dem Spaß am Ballspiel zusammen mit anderen Jungs und Mädchen. Das dachte sich auch Bastian Richter von your-performance.de. Er veranstaltet zusammen mit dem Projektteam Hofer Land, dem 1.FFC Hof (Frauenfußball) und anderen die „1.Fußballtage Hofer Land“. Sie bieten in den kommenden Sommerferien ein ganzes Wochenende voller Spiel, Spaß, guter Laune und natürlich Fußball. Dazu eingeladen sind Kinder und Jugendliche aus dem Hofer Land im Alter zwischen 9 und 15 Jahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob Junge oder Mädchen, Anfänger oder „Profi“, Feldspieler oder Torwart, mit oder ohne Vereinszugehörigkeit. Qualifizierte und erfahrene Trainer leiten die Kids drei Tage lang durch Trainingseinheiten sowie spielerische Übungs- und Wettkampfformen. Neben Fußball sind auch Info, Community und ein richtig schönes Rundum-Programm geboten, verspricht die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Die Fußballtage finden vom 15. bis 17.August statt. Veranstaltungsort ist die Sportstätte des 1.FFC Hof in der Ossecker Straße. Infos und Anmeldung unter www.hofer-land.de/fussballtage. Der Preis beträgt 99 Euro inkl. Trikotshirt, Hose, Trinkflasche und Verpflegung. Bis Ende Januar gilt ein Aktionspreis von 84 Euro. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Dezember

Ein Wort, das bei jedem Einheimischen ein Lächeln ins Gesicht zaubert: der Scherbfl“. Egal ob man es mit „e“ oder „ä“, mit „b“ oder „p“ schreibt, die Bedeutung ist immer die gleiche: ein Endstück. Ein sehr wichtiges sogar. Bei jedem neugeborenen Kind zeigt ein Blick zwischen die Beinchen, ob es ein Bub oder ein Mädchen ist. Hat es einen Schnerbfl bei Babys liebevoll fränkisch „Schnerbferla“ – ist es ein Bub, ansonsten ein Mädchen. Auch anderweitig hat das Wort Bedeutung. Beispielsweise als Ausgießer bei der Kaffee-, Tee- oder Milchkanne, deren Inhalt über den Schnerbfl ausgegossen wird. Die Bezeichnung „du older Schnerbfl“ hingegen gilt einem Mann, der sich seltsam komisch benimmt oder ausdrückt, vergleichbar mit dem bayerischen „Zipflklatscher“ oder dem urhoferischen „Ujai“. Besondere Bedeutung hat der Schnerbfl in der Metzgerei. „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“ sang schon Stefan Remmler. Das sind die zwei Reststückla, also die Schnerbfl.Schnerbfln war in den 50er und 60er Jahren auch eine beliebte Mischung aus Sport und Freizeit bei Kindern und Jugendlichen. Mit Pfennigstücken wurde auf eine Hauswand oder ein Kellerfenster geworfen. Wer am nähsten dran war, hatte gewonnen, musste die Münzen auf der Handoberfläche aufreihen und mit einer Handdrehung auffangen. Jetzt wurde der „Schnerbfl“ zum oberfränkischen Wort des Jahres 2024 gewählt. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im November

„Jetzt wächst zusammen was zusammen gehört“, sagte einst Willy Brandt, als sich die innerdeutsche Grenze öffnete und sich die Einheit abzeichnete. Ein großes Wort, dass sich nun auch auf das Zusammenwachsen des Landkreises mit der Stadt Hof übertragen ließe. Denn seit Oktober verbindet der „Hofer Landbus“ nicht nur Gemeinden im Landkreis durch ein öffentliches Verkehrsangebot, sondern fährt Landkreisbewohner auch direkt in das Stadtgebiet Hof und bringt sie wieder zurück. Dafür stehen mittlerweile fast 1.500 Haltestellen zur Verfügung. Es gibt keinen Fahrplan mit festen Busfahrzeiten, stattdessen lädt man sich die App auf sein Smartphone und registriert sich mit seinem Namen und E-Mail-Adresse. Dann gibt man die Start- und Zieladresse sowie die Uhrzeit für Ab- und Rückfahrt ein. Das System prüft und gibt Rückmeldung, wann der nächste Bus zur Verfügung steht. Könnte man zur gewünschten Zeit allerdings auch mit Bussen oder Bahnen des ÖPNV im Ort fahren, wird man auf diese verwiesen. Bürger, die kein Smartphone haben oder denen das System zu kompliziert ist, können sich telefonisch beim Landbus melden unter: 0800 7703300. Eine Landbus-Fahrt kostet drei Euro. Das Schöne: Durch 18 Anknüpfungspunkte in der Stadt Hof, wie Hauptbahnhof, Landratsamt, Untreusee, Rathaus oder Freiheitshalle/Theater sind Landkreis und Stadt miteinander verbunden. Sicherlich noch nicht perfekt, aber für uns: Der Lichtblick des Monats.

Der Lichtblick im Oktober

Der Winter steht bevor und es gibt Grund zur Freude. Zumindest für Skifahrer und in der Annahme, dass kräftig Schnee fällt. Dann nämlich steht er wieder zur Verfügung: der Snowpark am Teufelsberg. Er wird fit gemacht für den Winterbetrieb als dem deutschlandweit einzigen Skilift mitten in der Stadt. Betreiber ist der Verein für Jugendkultur, der mit Skilift, Pistenraupe und Schneekanone etwas nachhelfen kann, wenn der Schnee nicht so kräftig fällt, wie man es sich für die 150 Meter lange Abfahrt wünscht.


Am Untreusee erwartet die Besucher ab Frühjahr eine besondere Freizeit-Überraschung. Auf dem Gelände des ehemaligen Minigolf-Platzes (Bild rechts) errichtet die Hofer Firma Games Island für eine Million Euro einen Adventure-Golfplatz. Es ist eine moderne Interpretation des klassischen Minigolfs, die regionalen Charme mit fantasievollen Gestaltungselementen verbindet. Diese besondere Mischung aus lokalem Bezug und spielerischen Abenteuern soll Familien, Touristen, Studenten sowie Junggebliebene, aber auch Rentnerinnen und Rentner ansprechen.

Der Lichtblick im September

Es gibt viele Gründe, den Frankenwald zu besuchen, wird der Leser im Buch“111 Orte im Frankenwald die man gesehen haben muss“ aufgefordert. Dabei kann auch der Weg das Ziel sein. Denn als erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ in Bayern wurde der Frankenwald bereits im Jahr 2015 ausgezeichnet. Nachdem diese wunderschöne Region vor den Toren Hofs liegt, empfiehlt es sich, das 240 Seiten starke Buch durchzublättern und Seite für Seite spannende Orte (wieder) zu entdecken und natürlich auch zu besuchen. Lassen Sie sich überraschen. Wir verlosen drei Exemplare dieses druckfrischen Buches und wünschen viel Spaß beim Schmökern und Wandern! Viel Glück!