Der Lichtblick im Monat Februar

Im Hofer Zoo trifft man im Normalfall auf fröhliche Gesichter. Denn er bietet im Theresienstein die einmalige Möglichkeit in der Region, sich über 100 Tierarten in vielen begehbaren Gehegen anzusehen. Doch in Corona-Zeiten hat sich das Blatt gewendet. Der Zoo, der einzige in Oberfranken, darf seit Monaten keine Besucher mehr auf sein Gelände lassen. Es fehlen Eintrittsgelder, die der Zoo dringend braucht, um seine Kosten zu decken. Denn die Tiere müssen tagtäglich gefüttert und betreut werden. Dazu kommt eine alte Heizanlage, die auszufallen droht, was für die Tiere verheerende Folgen hätte. Und das Gehege für den Luchs ist baufällig, muss dringend repariert werden. Die Kosten für die Reparaturen gehen in die zig-Tausende. Für einen Verein wie die Zoologische Gesellschaft Hochfranken nicht zu schultern.

Da kam die rettende Idee, über extra-radio einen Spenden-Aufruf zu starten, der bereits innerhalb weniger Tage alle Erwartungen übertraf. Nicht nur Bares wurde überwiesen, sondern es gibt auch eine Fülle von Hilfsangeboten, Material- und Futterspenden. Und gute Ideen für Hilfsaktionen. Denn der Hofer Zoo soll saniert und erhalten werden. Wer spenden will, hier die Bankverbindung: Zoologische Gesellschaft Hochfranken 1907 e. V., Sparkasse Hochfranken, IBAN: DE29 7805 0000 0222 7939 37, BIZ: BYLADEM1HOF. Vielen Dank!

Der Lichtblick im Januar

Wie die Maus auf die Schlange starrten in den letzen Jahren die Hofer und deren Stadtverwaltung auf das Gelände des ehemaligen Zentralkauf, auf dem das Einkaufszentrum Hof-Galerie entstehen sollte. Bisher hat sich nichts getan. Zumindest kam nun die Bereitschaft der Grundstückseigentümer zu Tage, dass man enger mit den Hofer Stadtplanern zusammenarbeiten will. Fatal: In den Jahren der geweckten und zerplatzten Hoffnungen wurde gleichzeitig ein anderes großes Projekt blockiert: Der Hoftex-Komplex zwischen Schützenstraße und Poststaße.

Hier waren Wohnungen, Praxen und Einkaufsmöglichkeiten geplant. Jetzt aber wurden die Ergebnisse eines Ideen-Wettbewerbs vorgestellt, an dem neun Architekturbüros aus ganz Deutschland mit unterschiedlichen Ideen teilnahmen. Mit Wohnungen, einer Kita, Geschäften und anderen Einrichtungen. Dazu Parkplätze und nur wenigen Fußminuten in die Hofer Innenstadt. Jetzt hat das Projekt zumindest auch die Unterstützung des Stadtrats und der Verwaltung. Erst ein Anfang, aber für uns schon der Lichtblick des Monats. Wie das Ganze ablaufen kann, zeigt die Stadt Wunsiedel. Hier ist der Umbau des ehemaligen Sechsämter-Fabrikgebäudes beschlossene Sache (Bildmontage unten: Stadt Wunsiedel/exb). Wo einst der „Fichtelgebirgswhisky“ produziert wurde, baut ein Investor für zehn Millionen Euro in zentraler Lage Wohnungen und Gewerbeflächen. Lichtblick und Vorbild zugleich.