Von jeder Stadt gibt es schöne Ansichten, Schönheiten, Einzigartigkeiten. Postkarten-Motive eben. Auf Facebook präsentiert die Fotografin Iveta Zumrova eine Vielzahl ihrer Fotos, die sie in und um Hof aufgenommen hat. Darunter die bekannten Schönheiten wie Untreusee oder Theresienstein. Nicht nur aus den üblichen Perspektiven, sondern auch aus Positionen, die die Betrachter nachdenken lassen: Von wo aus wurde das denn aufgenommen? So die Saalebrücken, nicht von oben, links oder rechts, sondern von unten. Selbst Graffity-Passagen wie der Steig zwischen Lorenz- und Bismarckstraße wirken, auch wenn sie im Original nicht gerade hübsch sind, außergewöhnlich interessant. Für uns der Lichtblick des Monats.
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Der Dicke Hund im Mai
Kultur muss geschützt werden, keine Frage. Ganz im Gegensatz dazu steht die Behandlung unserer Kultur des Essens und Trinkens. Das betrifft speziell auch unsere Heimat. Die Bewahrung und Förderung von Kultur, Vielfalt und Qualität regionaler Spezialitäten in Oberfranken wurde im Jahr 2016 ins Register der Guten Praxisbeispiele des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Prima, aber was hilfts? Der einheimischen Gastronomie nichts. Durch die Mehrwertsteuererhöhung auf Speisen im Lokal von 7 auf 19 Prozent bleiben bei vielen Wirtshäusern die Gäste aus, die Umsätze gehen zurück. Denn gerade in der fränkischen Gastronomie ist die Zubereitung der Speisen frisch und deshalb auch aufwändig. Im Gegensatz zur Systemgastronomie in Deutschland, wie McDonalds oder BurgerKing. Die hat im letzten Jahr kräftig zugelegt, ein Umsatzplus zum Vorjahr von 14 Prozent auf 31 Milliarden Euro. Da wird man freilich saisonale und regionale Spezialitäten vergeblich suchen. Den Aufwand haben die örtlichen Köche, die Schäufele, Rouladen, Braten, Wild- oder Spargelspezialitäten frisch zubereiten. Das Essen wird serviert. Macht 19 Prozent Mehrwertsteuer für den Staat. Fastfood-Burger und fritierte Chicken-Crossies, die meist im System-Restaurant abgeholt werden, sind nur mit 7 Prozent besteuert, obwohl sie jede Menge „To go“-Verpackungsabfall verursachen. Kulturförderung sieht anders aus. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Die Hofer Spitzen im April

Hofoskop: Stier (20.04.-20.05.)
Das Sternzeichen Stier ist bekannt für seine Beständigkeit und Zuverlässigkeit. Es ist ein Erdzeichen, was seine praktische und bodenständige Natur erklärt. Der Stier ist ein harter Arbeiter, der sich durch Ausdauer und Beharrlichkeit auszeichnet. Er setzt sich für realistische Ziele ein und verfolgt diese mit Entschlossenheit und Geduld. Sein Herrscherplanet ist die Venus, was seine Liebe zur Schönheit, zum Komfort und zum Genuss erklärt. Der Stier ist ein loyaler Freund und ein liebevoller Partner, der Sicherheit und Stabilität schätzt. Er ist bekannt für seine Großzügigkeit und sein Bedürfnis, für die Menschen in seinem Leben zu sorgen. Er hat ein starkes Bedürfnis nach Harmonie und Frieden und vermeidet Konflikte, wo immer er kann. In der Regel ist der Stier ein ruhiges und gelassenes Gemüt. Er ist ein guter Zuhörer und ein verlässlicher Ratgeber. Aber Vorsicht, wenn der Stier gereizt wird, kann er sehr stur und unnachgiebig sein.

Der Lichtblick im April
Alljährlich veröffentlicht das Magazin „Der Feinschmecker“, die führende Medienmarke in der kulinarischen Welt die Testergebnisse für ausgewählte Speiselokale in Deutschland. Die werden anonym durch unabhängige Tester bewertet und die 500 besten veröffentlicht. So geschehen in der März-Ausgabe. Und siehe da, unter den deutschlandbesten befinden sich 32 Lokale aus Franken. Allerdings sahnt Mittelfranken mit 20 ausgezeichneten Lokalen ab. In Unterfranken sind es neun, in Oberfranken hingegen nur drei. Davon allerdings eines in Hochfranken, in Weißenstadt. Hier ist das Restaurant von Familie Rupprecht, das sich bescheiden „Gasthaus Egertal“ nennt, ausgezeichnet worden. Nicht zum ersten Mal und auch von anderen Magazinen. Dabei ist besonders erfreulich, dass die Rupprecht-Familie sowohl in der Küche als auch im Restaurant bodenständig geblieben ist. Den Gästen solls schmecken und man will eine Wohlfühlatmosphäre schaffen. Ohne Schnick-Schnack und ohne Mondpreise ein Aushängeschild für ganz Hochfranken – für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im April
Im Rathaus der Stadt Hof muss man sich den Kopf zerbrechen. An allen Ecken und Enden fehlt Geld für dringend notwendige Investitionen. Grund ist die fehlende Auszahlung der Stabilisierungshilfe von etwa sechs Millionen Euro. Damit wenigstens in Zukunft wieder Gelder aus München fließen, gibt es klare Vorgaben des Finanzministeriums an die Stadt Hof. Sie müsse Gebühren und Steuern erhöhen und gleichzeitig freiwillige Leistungen überprüfen. Will heißen: Die Hofer werden zur Kasse gebeten! Die Stadt muss ihre Einsparungen darlegen, bei „freiwilligen Leistungen“ wie bei Kultureinrichtungen, Spielplätzen, dem Unterhalt von Parks, Büchereien und Schwimmbädern. Und das ausgerechnet in der Stadt Hof, die prozentual so viele Flüchtlinge aufgenommen hat wie keine andere im weiß-blauen Freistaat. Beim verfügbaren Haushaltseinkommen ist Hof bayerisches Schlusslicht. Deshalb tut jeder Euro, der zusätzlich ausgegeben werden muss, doppelt weh. Höhere Hundesteuer, höhere Parkgebühren (möglicherweise auch bald am Untreusee), höhere Eintrittspreise für Schwimmbäder und andere Einrichtungen. Den armen Menschen wirds genommen, den reichen wirds gegeben.Im Handstreich genehmigten sich die Abgeordneten im Bundestag eine monatliche Diätenerhöhung um 635,50 Euro auf über 11.227,- Euro. Fast 50 Millionen Euro kassierte Andrea Tandler, die Tochter des ehemaligen bayerischen Finanzministers Gerold Tandler für die Vermittlung von Corona-Masken. Völlig legal, wie es heißt, hätte sie nur nicht „vergessen“, auf diese Provisionen Steuern zu bezahlen. Und Mr. Cash Money aus Nigeria, wie ihn die BILD-Zeitung nennt, bekommt jährlich 1,5 Millionen Euro an Kindergeld und Sozialleistungen. Geld ist für alle da. Nur nicht für die, die es dringend bräuchten. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Widder (21.03.-19.04.)
Das Sternzeichen Widder gilt als energiereich, optimistisch und liebt das Neue. Kein Wunder: Denn als erstes Tierkreiszeichen wird der Widder in einer Zeit geboren, in der die Natur wieder zum Leben erwacht. Widder sind von Natur aus energiegeladen, selbstbewusst und durchsetzungsstark. Sie sind stets auf der Suche nach Herausforderungen und lassen sich nicht von ihren Zielen abbringen. Widder sind außerdem ehrgeizig und leistungsorientiert. Sie sind immer bereit, alles zu geben, um ihre Ziele zu erreichen. Der Widder ist außerdem sehr spontan und impulsiv. Er handelt oft nach dem Motto „erst machen, dann denken“. Dies kann manchmal zu unüberlegten Entscheidungen führen. Widder sind aber auch sehr loyal und hilfsbereit. Sie sind immer für ihre Freunde und Familie da. In der Liebe ist der Widder leidenschaftlich und temperamentvoll. Er ist auf der Suche nach einem Partner, der ihm das Gefühl gibt, geliebt und geschätzt zu werden.

Die Hofer Spitzen im März

Der Lichtblick im März

Manchmal muss man seiner Zeit auch etwas voraus sein. So geschehen im Dezember 2018. Da kündigte das Hof-Programm an: „Partyzeit im Hofer Stadtkeller. Die urigen Lokalitäten in der Ludwigstraße 2 (ehemaliges Teddybärenmuseum) öffnen am Samstag, dem 1.Dezember ihre Türen für jede Menge Partyspaß. Zu Gast ist Singer und Songwriter Isaak Guderian“. Wer jetzt mit den Schultern zuckt, dem sei auf die Sprünge geholfen. Denn seit dem deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) 2024 ist Isaak in aller Munde und vor allem in aller Ohren. Er gewann mit seinem Song „Always on the run“ und tritt in Malmö für Deutschland an. Max Mutzke, ESC-Finalteilnehmer von 2004, belegte hinter Isaak den 2.Platz. Er gastierte aktuell im Februar bei der „trumpet night“ der Kulturwelten in Helmbrechts. Stars in der Region – hautnah. Für uns der Lichtblick des Monats.
Der Dicke Hund im März

Wer schützt die Stadt Hof vor dem Ausverkauf, manchmal auch der Verschenkung, ihrer Interessen? Wer fördert das, was bei uns erhaltenswert, schützenswert ist, vor dem Zugriff jener, die Hofer Einrichtungen für sich in Besitz nehmen möchten? Oder Einrichtungen, die man in Hof nicht wertschätzt oder gar vergrault, so dass sie von selbst ihre Sachen packen und der Stadt den Rücken kehren? So wie der berühmte Fernwehpark, der in Hof kaum Unterstützung erhielt und regelrecht aus der Stadt gemobbt wurde. Mit offenen Armen wurde der Gründer Klaus Beer mit seinem Schilderpark in Oberkotzau empfangen. Die Marktgemeinde präsentiert nun eine Attraktion, die man in Hof nicht zu schätzen wusste. Ähnlich verhielt es sich mit dem Teddybärenmuseum, das mit etwa 5.000 Ausstellungsstücken in der Ludwigstraße untergebracht war. Nach acht Jahren war Schluss – wegen mangelnder Besucherzahlen und hoher Defizite. Einzigartig war auch das kleine aber feine Streichholzmuseum von Harald Wirth in der Nähe der Hochschule. Die filigranen einzigartigen Streichholzmodelle hatten es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Museum wurde aufgelöst. Einen weiteren Nackenschlag gab es nun im Februar für die Hofer Bevölkerung: Der Geologische Garten (Bild ganz oben) im Hofer Zoo wird aufgelöst. Erst 2015 war er nach Neugestaltung durch die Stadt Hof und das Landesamt für Umwelt wiedereröffnet worden. Er bildete die Stadt Hof mit ihrer Umgebung ab. An 50 Exponaten wurden die Entstehung und Eigenschaften der Gesteine des Fichtelgebirges, der Münchberger Masse, des Frankenwalds und des Vogtlands erläutert. Wasserkanäle stellten die Saale und ihre Zuflüsse dar. Jetzt aber lautet das Motto: Es war einmal. Denn ein Großteil der Steine, älter als die Menschheit, steht nun in Bayreuth. Hier werden sie am Tierpark Röhrensee in einem Geologischen Pfad aufgestellt. In Bayreuth hat man offensichtlich schnell reagiert und für das Vorhaben Spenden gesammelt. In Hof ist der Zug dagegen abgefahren, der Käse gegessen, der Drops gelutscht. Die Bayreuther Tageszeitung bringt es auf den Punkt: „Die Bayreuther freuen sich – die Hofer nicht.“ Für uns der Dicke Hund des Monats.




