Der Lichtblick im Oktober

„Gut essen und trinken hält Leib und Seele zusammen!“ „Liebe geht durch den Magen“, „Das Auge isst mit“. All diese Sprüche wurden beim ersten Hofer Genussfestival im September unter Beweis gestellt. Untergebracht in den neuen großzügigen lichtdurchfluteten Räumen der Volkshochschule Hofer Land in der Ludwigstraße und auf dem angrenzenden Maxplatz. Überall Informationsstände, hübsch hergerichtet Sitzbänke, um in aller Ruhe was Feines aus der Region genießen zu können oder auch Stehtische für einen Plausch mit anderen Besuchern. Die VHS ist bekannt dafür, dass man sich weiterbilden kann. Das merkt man auch bei diesem Festival. Denn hinter dem Geschmack und der Frische aus der Region steckt das Wissen der lokalen Produzenten, das in Workshops und Vorträgen oder im direkten Gespräch vermittelt wird. Denn Wissen ist Macht, auch wenn es um Genuss aus der Region geht. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im Oktober

Viel wird gemacht, um die Innenstädte sauber und attraktiv aussehen zu lassen. Auch in der Stadt Hof. Aber Raucher stellen ebenso wie Nichtraucher fest: Es fehlen Aschenbecher. Nun ist das Rauchen ein Problem, dass der Dicke Hund glücklicherweise nicht kennt. Aber es brennt, und zwar unter den Nägeln. Denn weggeworfene Zigarettenkippen sind nicht nur ein optisches, sie sind vor allem ein Umweltproblem. Sie enthalten Giftstoffe, Experten sprechen von mehreren tausend, die über den Boden ins Grundwasser gelangen. Um die Entsorgung der Stummel muss sich die Stadt kümmern. Abhilfe schaffen können im öffentlichen Bereich aufgestellte Aschenbecher und Abfallbehälter mit Aschenbecher-Aufsatz. Die vermisst man in Hof an allen Ecken und Enden. So müssen Raucher ihre Zigaretten am Rand der Abfalleimer ausdrücken und dann in den Eimer werfen, wobei hier eine gewisse Brandgefahr besteht. Wie zum Beispiel die Stadt Köln mitteilt, wurde durch das Aufstellen von Aschenbechern vor dem Hauptbahnhof eine „extreme Verbesserung“ erzielt. Das muss auch in Hof erreicht werden. Unterlassung ist für uns der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Waage (24.09.-23.10.)

Waagen sind kreative Köpfe und leben diese Neigung gerne aus. So finden sie immer Wege Probleme zu lösen und glänzen durch selbstsicheres Auftreten und ihre lebensfrohe Art. Dieses Talent nutzen Waage-Geborene nicht nur für sich selbst, sondern helfen damit auch anderen. Dabei bleiben sie stets verständnisvoll und vermittelnd. Zu ihrem Harmoniebedürfnis gehört nämlich auch ein diplomatisches Talent und ein großer Gerechtigkeitssinn. Dieses Sternzeichen ist mehr als alle anderen immer um Ausgleich bemüht. Das zeigt sich auch im Berufsleben. Bei allem Ehrgeiz kommt es der Waage nicht in den Sinn Kollegen auszustechen. Ganz im Gegenteil, es ist der Waage sehr wichtig mit allen klarzukommen und mit ihnen im Reinen zu sein. So ist es auch in der Liebe. Eifersucht, Missgunst oder Wut spürt die Waage nur selten. Dazu mischt sich eine optimistische Grundeinstellung nach dem Motto: „Don´t worry, be happy“. Insgesamt also ein sehr angenehmer Zeitgenosse, wenn auch nicht ganz uneitel. Für Bewunderung ist die Waage jedenfalls immer zu haben.

Der Lichtblick im September

Viele Hofer denken wehmütig zurück an die „guten alten Zeiten“, als in der „Holl“ grandiose Konzerte stattfanden. In den letzten Jahren wurde es ruhig, Corona hat sein übriges dazu getan. Auch die Konkurrenz ist groß geworden. Von neuen Konzerthallen, die überall aus dem Boden gestampft wurden bis zu zugkräftigen Open Air-Veranstaltungen. Aber jetzt kommt wieder Schwung in die Freiheitshalle. Der Kult kehrt zurück. Am 29.September ein gemeinsames Konzert der Münchener Freiheit und der Spider Murphy Gang. Am 29.November feiern Truck Stop ihr 50-jähriges Jubiläum in Hof. Jetzt schon läuft der Vorverkauf für Nena. Sie kommt mit ihren Überfliegern „99 Luftballons“ und „Leuchtturm“ im Oktober nächsten Jahres in die Freiheitshalle. Erwartet werden 4.000 Besucher.

Der Dicke Hund im September

Urlaubsfahrten sind oft recht stressig. Vor allem wenn Kinder mit an Bord sind. Denen wird schnell langweilig wenn keine Abwechslung geboten wird. Zum Beispiel in Form von Ratespielen. Ein besonders kniffliges hat man an der Hofer Hauptverkehrsader, der Ernst-Reuter-Straße, aufgestellt. Gut gewählt neben der AOK. Hier können die Reisenden eine Pause einlegen und schon kann‘s losgehen mit dem heiteren Verkehrsratespiel. Die große Tafel zeigt unübersehbar in der Mitte das runde Zeichen „Verbot der Durchfahrt für Fahrzeuge aller Art“. Die „Wer weiß denn sowas“-Frage: Wo darf ich denn nicht durchfahren? Wo komme ich her, von der B 303 Bayreuth? Komme ich nach Umfahrung der gesperrten Straße geradeaus über die B 173 nach Hof? Wenn ich links abbiege über die B 173 nach Kronach? „Gesperrt“ oder auf gut englisch „blocked“ ist Marktrodach. Aber wo liegt das denn? Wieder ein schöne Quizfrage, die es zu beantworten gilt. Der Autoatlas oder Google maps helfen weiter: Im Landkreis Kronach an der B173 hinter Wallenfels, etwa 50 Kilometer von Hof entfernt. Nach soviel Nachhilfeunterricht können die Autofahrer wieder einsteigen und weiterfahren. In welche Richtung? Ist doch wurscht. Halt nach Hof, Bayreuth, Kronach oder ins geblockte Marktrodach. Viele Wege führen zum Ziel. Aber nicht, wenn man der im wahrsten Sinne des Wortes „rätselhaften“ Beschilderung auf der Ernst-Reuter-Straße folgt. Verwirrung statt Information. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Jungfrau (24.08.-23.09.)

Wohl kein Tierkreiszeichen ist so diszipliniert wie die Jungfrau. Schon als Kinder sind sie schnell selbständig. Das setzt sich im Leben fort. An Probleme geht sie neugierig, fleißig, lernbegierig und logisch ran und versucht alles zu strukturieren, um Ordnung reinzubringen. Ein vermeintliches Chaos kommt nur sehr selten vor, denn das Sternzeichen ist top organisiert und liebt es vorausschauend zu planen. Alles liegt an seinem Platz und der Terminkalender ist hervorragend strukturiert. Passend dazu lautet das Motto der Jungfrau: „Ordnung ist das halbe Leben“. Einerseits weil die Jungfrau perfektionistisch ist, aber vor allem weil sie Unordnung als Zeitverschwendung empfindet. Sie ist sehr effizient und ökonomisch. Die Begabung zur Analyse und Diagnose gehört zur Jungfrau dazu. Wie ein Taschenrechner, denn alles wird berechnet und vorher exakt kalkuliert. Die Jungfrau-Geborenen möchten auf alles gefasst und vorbereitet sein. Rationales Denken und Handeln gelingen ihr besser als viel Emotion. Sie ist fleißig und intelligent und bereitet sich stets behutsam und gründlich auf ihre Aufgaben vor. Dabei ist sie auch kritisch und hinterfragt ihre Umwelt. Trotz Ihrer Zielstrebigkeit und Zuverlässigkeit bleibt sie oft in der zweiten Reihe. Das könnte auch daran liegen, dass Jungfrauen oft glauben, selbst alles am besten zu machen und deshalb nur schwer delegieren können.

Der Lichtblick im August

Die Pläne sehen gut aus und der Umbau geht vonstatten. Es tut sich was in der Hofer Innenstadt und speziell am Oberen Torplatz. Er war schon immer ein besonderer Ort, früher mit Springbrunnen inmitten einer Grünanlage. Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht. Eine barrierefreie Toilettenanlage, Trinkwasserspender, Spielgeräte, eine Bühne für Aktivitäten aller Art und Sitzplätze für das angrenzende Café. Besonders wichtig für einen kühlen Aufenthalt an heißen Sommertagen sind schattenspendende Bäume, die gepflanzt werden. So befindet sich Hof auf dem richtigen Weg zur aufenthaltsfreundlichen Innenstadt. Mit einer Reihe von Sitzbänken und neuen Fahrradstellplätzen wurde schon ein Anfang gemacht. Wenn es die Planungen noch erlauben, sollte den schmerzlich vermissten „Hofer Altstadtspotzern“ (Bild), ein Brunnenkunstwerk, das vor allem bei Kindern sehr beliebt war, wieder ein Platz im Zentrum gegeben werden. Für ein erfrischendes Hof. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im August

Oberfranken ist eine Genussregion. Das ist gut so. Stellt sich die Frage, wann es sich ausgenossen hat. Das Wirtshaussterben geht genauso rasant vor sich wie das Bäckerei- und Metzgereisterben. Wie so oft gibt es dafür nicht nur einen, sondern mehrere Gründe. In erster Linie: gestiegene Kosten und schlechte Erträge, fehlendes Personal und überbordende Bürokratie. Und die mangelnde Bereitschaft von Gästen und Kunden, eine Leistung zu honorieren – will heißen zu bezahlen – die sie gerne in Anspruch nehmen: die Dienstleistung. In der Metzgerei die Beratung. „Wo kommt das Fleisch denn her? Aus tiergerechter Haltung und aus der näheren Umgebung?“ In der Bäckerei soll alles frisch und knusprig sein, aber nicht mehr kosten als beim Discounter, der vorgaukelt seine Backstation sei sowas wie ein Handwerksbetrieb. In der Gastronomie haben die Wirte meist noch mehr zu kämpfen. Die Kosten steigen und müssen an die Gäste weitergegeben werden. Die Arbeitszeiten am Wochenende schrecken Menschen ab und für manche stellt sich die Frage: Warum dem Arbeitsstress hingeben, wenn es sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen sorgloser leben lässt? So wird die Bedienung in der Gastronomie und im Handel allmählich zum Luxus. Das Ergebnis sieht man anschaulich in der Hofer Innenstadt. Fachgeschäfte schließen, ebenso heimische Gastwirtschaften, von den Brauereien ganz zu schweigen.Am Jahresende wird die Regierung die Mehrwertsteuer für die Gastronomie von 7% auf 19% heraufsetzen.
Ein Gericht für bisher 15 Euro kostet dann 16 Euro 70, die Mehrwertsteuer kassiert der Staat. Der Spruch „Leistung muss sich lohnen!“ wird zum Hohn.