Der Dicke Hund im Juli

Sie liegen im dicken Stapel vor der Haustür und möchten gerne aufgehoben und gelesen werden: die Prospekte der Lebensmittelhändler. Längst verkaufen sie mehr als das, was man zum täglichen Verzehr braucht, wie Brot, Butter, Saft, Bier oder Schnaps, Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst oder Hundefutter für den dicken Hund. Sie beglücken uns auch mit dem, was man früher im Fachhandel erhielt. Fachhandel, das waren die gut sortierten spezialisierten Läden, die die Innenstädte belebten. Diese Geschäfte, in denen man stöbern und sich beraten lassen konnte, sind dank Internet-Handel und den Handelsriesen Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und ihrer Ableger weitgehend verschwunden. Die Marktführer beglücken uns dafür mit – aus ihrer Sicht – sensationellen Angeboten. Die gibts aber nur mit der App, auf gut fränkisch „Äbb“. Die kann man sich aufs Handy, jetzt Smartphone, laden und ist dann mit dem entsprechenden Handelsunternehmen verbunden. Jetzt bekommt man vieles billiger, auch wenn man es gar nicht haben will. Dafür gibts ein Gegengeschäft, einen Deal. Der Händler bekommt Daten: Wohnanschrift, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Informationen, wann man wo was eingekauft hat. Wer diesen App-Wahn nicht mitmachen will, muss für seinen Einkauf, teils erheblich, mehr bezahlen. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Krebs (22.06.-22.07.)

Für Menschen mit dem Sternzeichen Krebs bringt das Jahr 2025 eine Phase intensiver Selbsterkenntnis und innerer Stärke. Sie spüren deutlich, was ihnen guttut – und was sie loslassen sollten. Intuition wird zur wichtigsten Wegweiserin: Wer im Zeichen des Krebses geboren ist, trifft die besten Entscheidungen, wenn er oder sie auf das Bauchgefühl hört. In der Liebe stehen emotionale Tiefe und Ehrlichkeit im Vordergrund. Bestehende Beziehungen können sich festigen, wenn alte Muster aufgearbeitet werden. Singles im Zeichen Krebs begegnen Menschen, die sie auf seelischer Ebene berühren – echte Nähe wird wichtiger als oberflächlicher Reiz. Beruflich erkennt der Krebs seine wahren Ziele klarer denn je. Ob durch berufliche Veränderungen oder die Übernahme neuer Verantwortungen: Dieses Jahr bietet Chancen, sich selbst treu zu bleiben und dennoch zu wachsen. Finanziell ist Stabilität möglich – vorausgesetzt, impulsives Verhalten wird vermieden. Gesundheitlich sollte auf Ausgleich geachtet werden. Rückzug, Natur und regelmäßige Ruhepausen helfen dabei, die seelische Balance zu halten. Meditation, kreative Hobbys und bewusste Ernährung wirken unterstützend. Fazit: 2025 ist für den Krebs kein lautes, aber ein kraftvolles Jahr. Wer dieses Sternzeichen trägt, findet seinen Weg nicht über äußeren Lärm, sondern durch innere Klarheit.

Der Lichtblick im Juni

Unsere Region war im Bundestag schon mal besser vertreten. Bis 2017 saßen drei Abgeordnete von CSU, SPD und den Grünen in Berlin, jetzt nur noch einer, der CSU-Abgeordneten Heiko Hain aus Weißdorf. Damit zur guten Nachricht: Dorothee Bär (CSU) wurde zur Bundesministerin ernannt: Zwar ist ihr Wahlkreis Bad Kissingen, aber sie hat eine hervorragende Verbindung in unsere Region: sie ist mit dem Hofer Landrat Dr.Oliver Bär verheiratet, gemeinsam haben sie drei Kinder. Seit Mai ist sie Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Da wird der Hofer hellhörig. Gibt es doch eine Raumfahrerin mit Hofer Blut in den Adern: Anna Lee Fisher. Sie war die erste Mutter im Weltall, in das sie im Jahr 1984 mit der Raumfähre Discovery flog. Geboren ist sie in New York, ihre Mutter Elfriede Tingle stammt aus Hof. Vom seinerzeitigen OB Dr. Hans Heun erhielt die NASA-Astronautin den Goldenen Ehrenring der Stadt Hof. Fisher war beim Ausscheiden im Juni 2006 die dienstälteste Astronautin der NASA. Damit hat Hof gute Karten, um im bayerischen Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ mitzumischen.

Der Dicke Hund im Juni

Es ist ein alljährlich wiederkehrendes Trauerspiel. Der Haushalt der Stadt Hof gerät aus den Fugen. Die Stadt Hof bräuchte, ganz im Stile der neuen Bundesregierung, ein Sondervermögen, das letztendlich aus Schulden besteht. Denn die Stadt hat Sozialausgaben, die astronomische Höhen erreichen. Es sind fast 79 Millionen Euro, von denen sie etwa 43 Millionen selbst tragen muss, etwa doppelt so viel wie noch im Jahr 2020. Weil das von der Stadt nicht zu schultern ist, soll sie anderweitig sparen und den Bürgern mehr Geld abknöpfen. Ersichtlich an neuen Parkautomaten in der Innenstadt. Seitdem sieht man verwaiste Stellflächen. Ob das dazu beiträgt, Hof als Einkaufsstadt zu bewerben, ist fraglich. Traurig sind die seit letztem Jahr eingeführten Spaßmaßnahmen bei einigen Hofer Brunnen. Ganz speziell der von der Künstlerin Margarete Wiggen gestaltete, aus 22 Bronzeschüsseln bestehende Brunnen am vielbefahrenen Q-Bogen. Abgedeckelt wie eine Miniaturausgabe des geborstenen Atomkraftwerks von Tschernobyl. Für uns nach wie vor der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Zwillinge (22.05.-21.06.)

Im Jahr 2025 steht der Zwilling vor zahlreichen Chancen und Herausforderungen. Beruflich eröffnen sich neue Möglichkeiten, die durch Kommunikation und Anpassungsfähigkeit gemeistert werden können. Doch es gilt, die Balance zwischen beruflichem Ehrgeiz und persönlichem Wohlbefinden zu wahren. In der Liebe zeigt sich das Jahr abwechslungsreich, mit neuen, aufregenden Begegnungen für Singles und einer Phase des Wachstums für Paare. Die Schlüssel zu einer harmonischen Beziehung sind Offenheit und Geduld. Gesundheitlich sollte der Zwilling auf sich selbst achten, um Stress zu vermeiden und genug Zeit für Erholung zu finden. Finanziell ist das Jahr wechselhaft, weshalb vorsichtige Entscheidungen wichtig sind. Besonders im Frühling und Herbst bieten sich Gelegenheiten, Projekte zu starten oder bestehende Vorhaben zu intensivieren. Der Winter wird eine Zeit der Reflektion sein, in der der Zwilling seine nächsten Schritte überlegt und Pläne für das kommende Jahr schmiedet. Insgesamt ist 2025 für Zwillinge ein Jahr der Erneuerung, das neue Perspektiven und persönliche Weiterentwicklungen bietet.

Der Lichtblick im Mai

Eigentlich sind es gleich zwei Lichtblicke: Die Spielplätze am Untreusee und am Bismarckturm. Beide wurden mit großem Aufwand restauriert und für die Kinder auf Vordermann gebracht. Der am Bismarckturm wurde bereits für den Spielbetrieb freigegeben, der am Untreusee befindet sich im Endspurt der Fertigstellung. Am Untreusee dürfen die Kinder eintauchen in die Welt der Seefahrer, schließlich liegt der Platz am See, wo sich die kleinen Piraten fühlen wie am Tor zur großen weiten Welt. Unmittelbar neben dem mächtigen Bismarckturm befindet sich der Spielplatz für Ritter und Burgfräuleins. Mit vier Türmen, Kletterelementen und Rutschen. Da freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern und Großeltern. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im Mai

Ab und zu strolcht der dicke Hund mit seinem Herrchen durch die Bahnhofsgegend. Nicht schlecht, denkt er sich beim Anblick schöner Häuser in Straßenzügen, die in Zeiten der Dampfloks vom Kohlestaub schwarz eingefärbt waren. Aber leider, gerade Vorzeigeobjekte wie das Bahnhofsgebäude bröseln vor sich hin und sind alles andere als ein attraktives „Willkommen in Hof“. Führt den Hof-Besucher sein Weg über die Königstraße in Richtung Innenstadt, kommt ein fürchterlicher Kulturschock. An der Gabelung zur Alsenberger Straße sieht man das schön gestrichene Wohnhaus, das einst die Gaststätte Bürgerbräu beherbergte. Hier thronten auf dem Balkon links und rechts zwei künstlerisch gestaltete Figuren (Archiv-Foto unten rechts) und blickten Richtung Pfarr. Der heutige Anblick erinnert an einen Taliban-Angriff. Der eine Knabe ist enthauptet, dem anderen fehlt der komplette Oberkörper – alles andere als ein schöner Anblick für Hofer und Hof-Besucher. Für uns der Dicke Hund des Monats.