Der Lichtblick im Oktober

Der Winter steht bevor und es gibt Grund zur Freude. Zumindest für Skifahrer und in der Annahme, dass kräftig Schnee fällt. Dann nämlich steht er wieder zur Verfügung: der Snowpark am Teufelsberg. Er wird fit gemacht für den Winterbetrieb als dem deutschlandweit einzigen Skilift mitten in der Stadt. Betreiber ist der Verein für Jugendkultur, der mit Skilift, Pistenraupe und Schneekanone etwas nachhelfen kann, wenn der Schnee nicht so kräftig fällt, wie man es sich für die 150 Meter lange Abfahrt wünscht.


Am Untreusee erwartet die Besucher ab Frühjahr eine besondere Freizeit-Überraschung. Auf dem Gelände des ehemaligen Minigolf-Platzes (Bild rechts) errichtet die Hofer Firma Games Island für eine Million Euro einen Adventure-Golfplatz. Es ist eine moderne Interpretation des klassischen Minigolfs, die regionalen Charme mit fantasievollen Gestaltungselementen verbindet. Diese besondere Mischung aus lokalem Bezug und spielerischen Abenteuern soll Familien, Touristen, Studenten sowie Junggebliebene, aber auch Rentnerinnen und Rentner ansprechen.

Der Dicke Hund im Oktober

Es gibt derzeit viele Menschen, die unzufrieden sind oder schimpfen. Das betrifft die große Politik, aber auch die lokalen Zustände. Da hat sich in Hof über den Sommer so einiges angestaut. Der Gänsekot am Untreusee ist vorerst kein Thema mehr. Dafür muss damit gerechnet werden, dass die Parkplätze dort irgendwann kostenpflichtig werden. So wie in der Innenstadt. Hier werden jetzt die Autofahrer in der Schützen- und der Hochstraße zur Kasse gebeten. Folge: die Plätze bleiben leer. Zahlen müssen auch die Nutzer der neuen Toilettenanlage am Oberen Tor. Das Geld kann man sich sparen, denn das WC ist schon jetzt immer wieder mal außer Betrieb. Dafür gibts kostenlos Trinkwasser direkt neben dem WC-Eingang. Der Wasserhahn etwas über Pissoir-Höhe angebracht, das Hinweisschild „Trinkwasser“ erst zu erkennen, wenn man unmittelbar davor steht. Sofort erkennbar war ab Anfang August eines: der Leerstand eines der schönsten Biergärten in Hof am Theresienstein. Wegen Bauarbeiten am Gebäude und der Erneuerung der Toilettenanlage. Die fanden dann allerdings wegen Geldmangels der Stadt doch nicht statt. Und dann gabs noch den Ausfall des Wochenendverkehrs der städtischen Omnibusse, weil viele der Busfahrer sich krank gemeldet hatten. Da hilft nur noch das Prinzip Hoffnung. Und Hoffnung beginnt mit Hof.

Hofoskop: Waage (24.09.-23.10.)

Niemand ist so fair und gerecht wie Waage-Geborene. Der ausgeprägte Gerechtigkeitssinn ist kein Wunder, schließlich ist die Waage auch eines der Zeichen von Justitia, der römischen Göttin für Gerechtigkeit. Sprichwörtlich ist die Ausgeglichenheit dieser Menschen. Sie streben nach Gleichgewicht und Harmonie. Ein reibungsloses Miteinander ist ihnen am liebsten, dafür schlucken sie auch mal ihren eigenen Ärger herunter. Der Wunsch, es allen recht zu machen, lässt sie manchmal ihre eigenen Bedürfnisse zu sehr in den Hintergrund stellen. Das geht soweit, dass dieses Sternzeichen oft selbst zu kurz kommt und sogar dazu neigt, sich für andere aufzuopfern. Ihr diplomatisches Talent ist legendär. Wobei sie nicht davor zurückscheuen Wahrheiten auszusprechen – natürlich stets taktvoll und mitfühlend, um niemanden zu verletzen. In ihrer Freizeit leben sie ihr ausgeprägtes Gespür für Kunst und Kultur aus. Am liebsten mit einem Partner, der ihre Liebe zur Schönheit, Geselligkeit und guter Kommunikation teilt.

Der Lichtblick im September

Es gibt viele Gründe, den Frankenwald zu besuchen, wird der Leser im Buch“111 Orte im Frankenwald die man gesehen haben muss“ aufgefordert. Dabei kann auch der Weg das Ziel sein. Denn als erste „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ in Bayern wurde der Frankenwald bereits im Jahr 2015 ausgezeichnet. Nachdem diese wunderschöne Region vor den Toren Hofs liegt, empfiehlt es sich, das 240 Seiten starke Buch durchzublättern und Seite für Seite spannende Orte (wieder) zu entdecken und natürlich auch zu besuchen. Lassen Sie sich überraschen. Wir verlosen drei Exemplare dieses druckfrischen Buches und wünschen viel Spaß beim Schmökern und Wandern! Viel Glück!

Der Dicke Hund im September

Wieviele Dicke Hunde beschert uns dieser Sommer? Da beschafft die Stadt Hof Wasserwände, um bei Sommerhitze in der Innenstadt für Abkühlung zu sorgen, lässt die Wasserwände aber eingemottet auf dem Bauhof stehen. Oder ist es die Abschaffung von kostenlosen Parkplätzen in der Schützen- und der Hochstraße? Zugegeben, ärgerlich, aber nicht lebensgefährlich. Wie der Fall des Kochs Zakhar K., der im Gasthof Braukeller in Fattigau arbeitet. Ein Lokal, wie man es sich in unserer Gegend wünscht. Rustikal eingerichtet, direkt neben der Brauerei Stelzer, mit einem schönen Biergarten. Lange Zeit war hier nichts los, es fehlte ein geeigneter Pächter. Bis im Herbst letzten Jahres Tim Felke mit Familie das Lokal übernimmt. Und er findet auch einen guten zuverlässigen Koch, wie er gegenüber der Frankenpost erzählt. Dieser Koch ist Zakhar K., der vor zwei Jahren von Russland nach Deutschland flüchtete und in Schwarzenbach/S. landete. Zakhar arbeitet hier zur vollen Zufriedenheit seines Chefs, aber er soll nach Russland zurückgeschoben werden. Zurück – möglicherweise als Frontkämpfer statt als Koch am Gastroherd in Fattigau. Da ergibt es sich, dass der Dicke Hund das Attentat von Solingen zur Kenntnis nehmen muss. Ein Syrer, der längst abgeschoben werden sollte, wird durch behördliches Versagen der Ausländerbehörde nicht ausgewiesen und ersticht auf einem Fest drei Menschen. Der Dicke Hund ist fassungslos. Arbeitende, integrierte Menschen, die dringend gebraucht werden, Stichwort: Fachkräfte, sollen abgeschoben werden, während es nicht gelingt, fanatische IS-Anhänger außer Landes zu bringen? Wie klein werden da fehlende Wasserwände und neue Parkgebühren. Lasst Zakhar im Lande und die Gäste mit seinen Kochkünsten verwöhnen und schafft endlich kriminelle Extremisten außer Landes. Alles andere ist für uns der Dicke Hund des Monats.

Hofoskop: Jungfrau (24.08.-23.09.)

Das Sternzeichen Jungfrau ist für seine analytische und praktische Denkweise bekannt. Als fleißige und detailorientierte Menschen streben Jungfrauen nach Perfektion in allem, was sie tun. Sie sind bescheiden und zurückhaltend, aber gleichzeitig sehr zuverlässig und verantwortungsbewusst. In Beziehungen sind sie treu und suchen einen Partner, der ihre Werte teilt. Sie halten sich an Regeln und Konventionen, überraschen aber gerne mit ihrer scharfen Intelligenz und ihrem trockenen Humor. Sie sind immer auf der Suche nach Verbesserung und Selbstoptimierung, was Langeweile für sie zu einem Fremdwort macht. Jungfrauen sind großzügig, aufrichtig und kreativ. Sie haben eine beeindruckende Fähigkeit, Probleme zu lösen. Allerdings können sie auch überkritisch, pedantisch und reserviert wirken, da sie hohe Erwartungen an sich selbst und andere haben. Sie haben Schwierigkeiten, Kritik anzunehmen, da sie ständig danach streben, perfekt zu sein.

Der Lichtblick im August

Es war im Jahr 1954, der Zweite Weltkrieg war noch keine zehn Jahre vorbei, da geschah es: Das Wunder von Bern. Die deutsche Fußballnationalmannschaft durfte erstmals wieder bei der Weltmeisterschaft mitspielen und gewann das Finale gegen Ungarn. Ein unglaublicher Jubel und Erleichterung in Deutschland. Im Jahr 1989 geschah das nächste Wunder – in Hof. Deutschland war noch immer in zwei Staaten getrennt. Tausende DDR-Bürger waren nach Prag geflüchtet und hielten sich auf dem Botschaftsgelände auf, bis ihnen der damalige Minister Genscher verkündete, dass sie in die Bundesrepublik ausreisen dürfen. Die ersten Züge in die Freiheit führten sie durch DDR-Gebiet nach Hof, wo sie jubelnd empfangen wurden. Wenige Wochen später wurde die Mauer, die Deutschland trennte, geöffnet. Erneut unglaublicher Jubel und zigtausende DDR-Bürger die nach Hof kamen. Das Theater Hof bringt nun das Stück „Das Wunder von Hof“, das ab Oktober gezeigt wird. Dabei dreht ein Filmset 35 Jahre nach den Ereignissen am Hofer Hauptbahnhof einen Eventfilm über die damalige Zeit. Doch schon vom ersten Drehtag an entbrennt ein Streit zwischen denen, die damals dabei waren und denen, die bloß so tun, als wären sie es gewesen. Jeder meint besser zu wissen, wie es damals wirklich war, als die Prager Züge auf dem Hofer Hauptbahnhof einfuhren. Lokalbezug und gesamtdeutsche Perspektive gehen eine ebenso unterhaltsame wie nachdenklich stimmende Verbindung ein. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im August

Es ist schlimmer als die Heimniederlage der SpVgg Bayern Hof beim Eröffnungsspiel der neuen Saison auf der Grünen Au. Denn die Vorwürfe, die der Gegner SC Eltersdorf vorbringt, wiegen schwer. Nach einem Foulspiel seien Hofer Fans an die Gitter gestürmt und hätten den Spieler der Erlanger Mannschaft Alexander Beusch mit dem N-Wort rassistisch beleidigt. Davon hätten allerdings die Verantwortlichen der SpVgg Bayern Hof nichts mitbekommen. Auch sei seitens des SC Eltersdorf als auch des Schiedsrichtergespanns nichts Derartiges angedeutet worden. Bayern Hof, so lauten die Aussagen, stehe für den sportlich fairen Wettbewerb und distanziere sich von jedweder Art rassistischer Äußerungen, Beleidigungen oder sonst einem unsportlichen Verhalten auf und neben dem Platz. Möglicherweise prüft nun das Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes, ob es die rassistischen Rufe tatsächlich gegeben hat oder nicht. Bleibt zu hoffen, dass der Vorwurf rasch aufgeklärt werden kann. Denn Hof ist international und bunt, auch beim Fußball. Alles andere wäre für uns der Dicke Hund des Monats.