Wasserschaden am Theater Hof

Das Theater Hof hatte die letzten Monate mit der Corona-Pandemie und den Problemen bei der Schaustelle schon genug zu kämpfen – jetzt gabs allerdings die nächste Horrornachricht: Heute Morgen wurde die Bühne im frisch sanierten Haus inklusive des Orchestergrabens unter Wasser gesetzt. Schuld daran waren Mitarbeiter einer externen Firma, die die Sprinkleranlage falsch bedient hatten – sie löste aus. Zentimeterhoch stand das Wasser, das die Hofer Feuerwehr abpumpen musste. Dieser Vorfall hat auch Auswirkungen auf die kommenden Vorstellungen.

Der Spielbetrieb muss vorerst bis mindestens Mitte März ausgesetzt werden, einige Vorstellungen können jedoch in die Hofer Freiheitshalle und das Rosenthal-Theater in Selb verlegt werden. Die Höhe des Schadens ist noch nicht absehbar.

Mehr dazu auf den Seiten des Theaters Hof.

Der Dicke Hund im Januar

„Wir schaffen das!“ war der prägende Ausspruch der Kanzlerin, als es darum ging, eine große Anzahl von Flüchtlingen bei uns aufzunehmen. Die Stadt Hof hat kräftig geholfen und schutzsuchenden Menschen ein neues Zuhause geboten. So hat sich die Einwohnerzahl erhöht, die Geburtenrate ist gestiegen. Um Integration erfolgreich zu machen, muss man sich auch um die Menschen kümmern, insbesondere um die Kinder. Das kostet. Und genau hier wird Hof derzeit im Stich gelassen. Ausgerechnet von den Regierungspolitikern, die das „S“ für „sozial“ im Namen tragen. Christlich-sozial in München und Sozial-demokratisch in Berlin. Die Sozialkosten der Stadt Hof explodieren und legen den Spielraum für andere wichtige Aufgaben im Jahr 2022 auf Eis. Die Kosten für den städtischen Straßenunterhalt sollten auf sagenhafte „Null Euro“ gekürzt werden. Da wird es allerhöchste Zeit, die tatsächlichen Sozialkosten offenzulegen und damit bei Staats- und Bundesregierung anzutreten. Denn „Wir schaffen das!“ kann für die Stadt Hof nicht bedeuten „Wir zahlen das!“ Die Stadt Hof hat Großartiges geleistet, daran darf sie jetzt finanziell nicht zugrunde gehen. Das wäre unterlassene Hilfeleistung und für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Dicke Hund im Dezember

Da standen sie also. Fertig aufgebaut und dekoriert. Die Stände am Hofer Weihnachtsmarkt sollten am Montag vor dem 1.Advent eröffnen. Bis am Freitag davor die für die Betreiber verheerende Nachricht aus München kam: Alle Weihnachtsmärkte in Bayern werden abgesagt. Dabei wurden weder Mühen noch Kosten gescheut, um ein pandemieverträgliches Konzept zu erstellen. Die Zeit bis zur Eröffnung hat nicht nur die Aussteller, sondern auch die Stadt Hof viel Geld und Energie gekostet. Na gut, könnte man sagen, die Gesundheit der Bürger geht eben vor. Richtig, aber die Entwicklung hatten Gesundheitsexperten vorhergesagt. Klare, rechtzeitige Ansagen seitens der Politik hätten die Aussteller davor bewahrt, in eine Nullnummer zu investieren. Gleiche kurzfristige Anweisungen, um nicht zu sagen Befehle, waren seit Corona-Ausbruch im März 2019 festzustellen. Leidtragende waren Schüler, Eltern, Pflegekräfte, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Kulturveranstalter, Gastronomen, Einzelhändler, Dienstleister, Freischaffende und viele andere. Immer wieder das gleiche Spiel: Am Freitag wird am Nachmittag bekanntgegeben, auf welche neuen Vorschriften sich die Bürger ab Montag einzustellen haben. Wer gegen die Vorschriften verstößt, wird bestraft. Bürgernähe und Planungssicherheit sehen anders aus. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Lichtblick im Dezember

Im Zuge der Pandemie kam es etwas zu kurz, auch wenn alles unternommen wurde, um es festlich zu gestalten: das 150jährige Jubiläum des Hofer Wärschtlamos. Zahlreiche Veranstaltungen mit begrenzten Besucherzahlen, aber auch besondere Möglichkeiten, um sich über die Geschichte der Hofer Wurstverkäufer zu informieren. Wer die Ausstellung im Museum Bayerisches Vogtland besuchen möchte, muss sich sputen. Die ist – offiziell – nur noch bis zum 12.Dezember geöffnet. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Jubiläums-Broschüre „Mit oder ohne Sempft?“ zu besorgen. Und speziell zur Weihnachtszeit das Wärschtlamo-Räuchermännchen (Bild). Weitere Geschenkideen gibt es in der Tourist-Info am Hofer Rathaus. Freilich stellt sich die Frage: Warum werden die Jubiläums-Feierlichkeiten nicht verlängert? Ein richtiges Wärschtlamo-Fest, wenn es wieder erlaubt ist, mit der ganzen Bevölkerung? Die Wärschtlamo-Ausstellung in die Innenstadt bringen. Die Wärschtlamänner auf die Bühne holen, ihre Geschichten erzählen lassen. Dazu frisch aus dem Kessel heiße Wiener, Bauern- oder Weißwürste im Brötchen, mit oder ohne Sempft. Dazu ein Hofer Bier und viel gute Laune. Stadtmarketing, an die Arbeit! Für uns der Lichtblick mit extremer Vorfreude auf das kommende Jahr.

Der Dicke Hund im November

Das stilisierte Ampelmännchen ist Standard. Aber es gibt mittlerweile auch eine Vielzahl von Ausnahmen. Eine davon kann in der Nachbarstadt von Hof, in Plauen, besichtigt werden. Dort wurden die Vater & Sohn-Figuren (Ampelschablone Bild unten) des Plauener Zeichners Erich Ohser, Künstlername e.o. plauen, vom Sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr bereits 2018 für mehrere Kreuzungen genehmigt und mittlerweile verlängert. Das dürfte ein Beleg dafür sein, dass es an diesen Örtlichkeiten nicht zu angefahrenen Schulkindern gekommen ist. Das ist nämlich die Befürchtung der Regierung von Oberfranken, dass es für die Sicherheit im Straßenverkehr unabdingbar sei, dass die Verkehrszeichen einheitlich gestaltet sind. Deshalb wird der Antrag der Stadt Hof auf zwei „Wärschtlamo-Ampeln“ (hof-programm-Vorschlag oben rechts) abgelehnt. Diese Abwehrhaltung gegen Hofer Initiativen kommt dem Dicken Hund bekannt vor. Schon als der damalige Hofer Oberbürgermeister Dr. Hans Heun nach München fuhr, um sein Untreusee-Projekt vorzustellen, hieß es dort, in Hof sei es doch zu kalt für einen Badesee. Und als die Stadt Hof an der Autobahn Tafeln mit touristischen Informationen, zum Beispiel mit dem Bürgerpark Theresienstein, beantragte, wurde das abgelehnt. Bis eine unabhängige Jury den „Stein“ zum schönsten Park Deutschlands wählte. Wenn die Stadt Hof nun erneut abgewimmelt wird, ist das für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Lichtblick im Oktober

Beim 150.Wärschtlamo-Jubiläum ist es fast wie beim Fußballspiel. In der ersten Halbzeit passiert oft nicht viel, dafür geht es in der zweiten Halbzeit und zum Ende des Spiels Schlag auf Schlag. Zum Wärschtlamo: Das Original steht täglich in der Hofer Innenstadt, um seine duftenden Wärschtla seiner Kundschaft anzubieten. Von der Kunst wurde er schon in der Vergangenheit nicht übersehen. Am Sonnenplatz steht ein steinernes Denkmal. Es gibt ihn auch als Plastikfigur oder als Räuchermännchen. Nun setzt die Hochschule Hof noch einen drauf. Sie hat in ihrem MakerSpace, einer Werkstatt für Tüftler und Entwickler, einen etwa 30 cm großen Wärschtlamo (Foto, in den Händen von Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla) kreiert, der am 3D-Drucker hergestellt wurde. Dabei soll es aber nicht bleiben. Mit dem 3D-Drucker können weitere Kopien hergestellt werden, die zum Beispiel an Schulen im Kunstunterricht bemalt werden. Sie können ausgestellt und sogar für einen guten Zweck versteigert werden, sagt René Göring, der den MakerSpace an der Hochschule Hof koordiniert. Gute Ideen sind stets willkommen. Für uns der Lichtblick des Monats.

Melanie Gebhardt zu Besuch auf dem Hofer Herbstmarkt

der traditionelle Hofer Herbstmarkt kann losgehen. Als hätte es die Pandemie nie gegeben, wird der Markt mit verkaufsoffenem Sonntag, einem schillernden Markttreiben, zahlreichen Ausstellern, Autoschauen, Flohmarkt, Kunst und Kulinarik wieder in der Innenstadt veranstaltet. Am Samstag, den 25. September 2021 und Sonntag, den 26. September 2021 stehen zahlreiche Marktstände von der Altstadt über die Ludwigstraße, der Karolinenstraße bis in den neugestalteten Rathaus-Innenhof. Es wird wieder ein reges Markttreiben mit einem bunten Rahmenprogramm für die gesamte Familie zu erleben sein.

Ein ganz besonderer Gast auf dem Hofer Herbstmarkt mit Autogrammstunde

Zum Anlass des beliebten Hofer Herbstmarktes dürfen wir die Olympionikin Melanie Gebhardt begrüßen. Oberbürgermeisterin Eva Döhla hatte sie nach ihrer respektablen Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer zu uns in die Saalestadt eingeladen. „Frau Gebhardt freut sich über die Einladung und wird nach dem Termin im Rathaus den Hofer Herbstmarkt besuchen“, kündigen Oberbürgermeisterin und Klaus-Jochen Weidner, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus an. Am Samstag um 12:30 Uhr wird der Markt im Innenhof des Hofer Rathauses gemeinsam mit Melanie Gebhardt eröffnet. Dann wird die Olympioniken Interviews geben und flaniert anschließend mit Vertretern aus Handel und Handwerk durch die Hofer Innenstadt über das Marktgelände. Ab 14:00 Uhr können Autogrammjäger am Genussstand des Genussortes Hof eine der begehrten Unterschiften ergattern.

Melanie Gebhardt war schon einmal Gast im Hofer Rathaus

Zuletzt hat sich die Hoferin Melanie Gebhardt 2017 nach ihrem Erfolg bei der Kanu-WM im tschechischen Racice im Goldenen Buch der Stadt Hof verewigt. Gemeinsam mit Tabea Medert aus Potsdam hatte Melanie Gebhardt, die ihre sportliche Karriere als Kind im Faltbootclub Hof begann, damals die Silbermedaille für Deutschland über 1000 Meter errungen. Ein Eintrag ins Goldene Buch ist eine besondere Ehre: Mehrere Bundes- und Ministerpräsidenten, Kanzlerin Angela Merkel und Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, aber auch viele Spitzensportler wie etwa Magdalena Neuner oder Sepp Herberger haben bereits ihre Unterschrift in Hofs Goldenes Buch gesetzt.

Das Neue technische Rathaus öffnet seine Türen plus Impfstation

Alle Hoferinnen und Hofer sind während des Herbstmarktes herzlich eingeladen das fertiggestellte technische Rathaus, Eingang Karolinenstraße / Ecke Bürgerstraße, zu besichtigen. Darüber hinaus kann sich hier am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr jeder, der noch keinen Impftermin wahrgenommen hat, impfen lassen. Impfpass und Personalausweis genügen. In Innenbereichen immer an eine medizinische Maske denken. Welcher Impfstoff verimpft wird, geben wir in einer gesonderten Pressemeldung in der kommenden Woche bekannt.

Keine Corona-bedingten Einschränkungen Für alle Besucher des Marktes gelten keine Corona-bedingten Einschränkungen. Der Markt ist am Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 bis 18.00 Uhr und die Geschäfte in der Innenstadt haben am Sonntag zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr geöffnet. Das Marktgeschehen mit Ausstellern erstreckt sich über die gesamte Hofer Kernstadt.

Der Dicke Hund im September

Hof ist eine Hochschulstadt. Das ist gut so. Die Anzahl der Studierenden steigt, damit auch der Bedarf an Wohnungen. Geplant ist ein Wohnheim, in dem die Studenten der Verwaltungshochschule untergebracht werden. Aber wo soll es entstehen? In Frage kommt das ehemalige Fabrikgebäude der HofTex in der Schützenstraße. Ein gewaltiger Gebäudekomplex in bester Innenstadt-Lage. Nur ein Katzensprung zur Fußgängerzone, zum Theater, zur Freiheitshalle, zum Volksfestplatz. Alles bestens zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Stadtbus zu erreichen. Für die Autos steht eine große Parkfläche zur Verfügung. Die Hofer Stadtratsparteien sind sich weitgehend einig, dass das der beste Platz für die Studierenden wäre. Alles bestens, könnte man meinen. Wäre da nicht die Aussage des Hofer CSU-Landtagsabgeordneten Alexander König, dass die Entscheidung des Freistaats schon gefallen sei: Für einen Neubau am Campus am Stadtrand. Flächenfraß statt Innenstadtsanierung und -belebung. Dagegen hat sich selbst die Hofer CSU-Stadtratsfraktion ausgesprochen. Wenn sich die Staatsregierung trotzdem gegen die Stadt Hof entscheidet ist das für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Lichtblick im September

Der Mount Fichtner, der Grüne Hügel von Hof, steht seit vielen Jahren mitten in der Hofer Innenstadt. Das marode Zentralkauf-Gebäude wurde abgerissen, der Schutt weggeräumt. Jetzt könnte gebaut werden. Die geplante Hof-Galerie wird wohl nicht kommen. Gut so, denn das Konzept ist überholt. Neue Ideen sind gefragt. Wie man aktuell bei den Handelsketten in Großstädten plant, berichtet die Fachzeitschrift Lebensmittelpraxis (LP). Wie im Foto oben könnte der Metro-Campus in Düsseldorf aussehen, den namhafte Architekten aus Berlin, London und Wien entworfen haben. Ein innerstädtisches Quartier, das Handel mit Wohnen und Freizeit harmonisch vereint. Neben den spannenden städtebaulichen und architektonischen Strukturen sollen hohe Freiraumqualitäten um Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen ergänzt werden und ein lebendiges Quartier formen. Diese Entwicklungen sehen auch andere Handelsketten. Kaufland hat in Erfurt auf dem Dach eines Supermarktes gar einen Sportplatz errichtet. Leben in der Innenstadt, auch in Hof. Es darf geplant werden. Für eine grünes, menschenfreundliches Stadtzentrum. Für uns der Lichtblick des Monats.

Bild: Metro/Lebensmittelpraxis