Lichtblick und Lebensfreude in Coronazeiten

Foto: Stadt Hof

Sie spenden Zuversicht und machen Mut: Am frisch geschmückten Osterbrunnen vor dem Rathaus haben die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Hof „Hoffnungszeichen“ angebracht. Dass die Einrichtung fest zum städtischen Leben gehört, unterstrich Oberbürgermeisterin Eva Döhla während der Andacht in der Michaeliskirche.

Auch in diesem Jahr haben die Offenen Hilfen der Lebenshilfe Hof den Brunnen vor dem Rathaus österlich geschmückt. Kaum war der Brunnen am vergangenen Samstag verziert, holten schon die ersten Passanten ihre Handys heraus und fotografierten ihn. „Der Osterbrunnen ist mehr als nur Dekoration. Er ist ein beliebter Anziehungspunkt und verweist auf ein wichtiges kirchliches Fest, das uns Hoffnung schenkt und Kraft gibt in schwierigen Zeiten“, sagte Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Unterhalb der Osterkrone befinden sich dabei mehrere Leitgedanken auf hübsch gestalteten Kärtchen, die als „Hoffnungszeichen“ Mut machen und Zuversicht spenden.

Fand die Andacht in den vergangenen Jahren immer direkt am Osterbrunnen statt, war dies heuer nicht möglich. Deshalb hat Dekan Günter Saalfrank in die Michaeliskirche eingeladen – unter strenger Einhaltung aller Hygieneregeln.

In ihrer Begrüßung hat Monika Köppel-Meyer, die Leiterin der Offenen Hilfen der Lebenshilfe, alle Hoferinnen und Hofer ermuntert, sich an den Hoffnungszeichen, die am Brunnen hängen, zu beteiligen und um eigene Beiträge zu ergänzen. Daneben stellte sie die inklusive Initiative „singa & erzell’n“ (singen & erzählen) vor. Weil persönliche Treffen nicht möglich sind, haben die Offenen Hilfen bereits im Advent und in der Faschingszeit ein Online-Angebot gestartet. Jetzt folgt „singa & erzell’n im Frühling“.  Wer möchte, nimmt einen Beitrag auf  – eine Geschichte, ein Lied oder ein Gedicht – und schickt ihn an www.lebensfreude@lebenshilfe-hof.de. Einzelne Beiträge werden dann auf der Internetseite www.lebenshilfe-hof.de zum Anhören zuhause veröffentlicht.

Inklusive Arbeit wirkt

Ostern bringe Licht in das Leben der Menschen, sagte Pfarrerin Anette Jahnel in ihrer Predigt. Sie stellte die Andacht unter das Motto „Österliche Zeichen in der Passionszeit als Ausdruck der Lebensfreude“. Während der Andacht unterstrich Eva Döhla die Bedeutung der Lebenshilfe: „Die Lebenshilfe zeigt mit ihrem Engagement, dass sie fest zu unserem städtischen Leben gehört und mit ihrer inklusiven Arbeit mitten in der Gesellschaft wirkt.“

Zur besinnlichen Stimmung in der „grußn Kergn“, wie die Hoferinnen und Hofer das Gotteshaus nennen, trugen die Bläsergruppe mit Johannes Frisch, Siegfried Wonsack und Herrmann Wunderer sowie das Orgelspiel von Kirchenmusikdirektor Georg Stanek bei.

Stadt und Landkreis Hof verlängern Allgemeinverfügungen

In Stadt und Landkreis Hof werden die aktuell geltenden Allgemeinverfügungen bis einschließlich 11. April 2021 verlängert.

Damit gilt unter anderem weiterhin: 

An allen Schulen der Stadt Hof findet weiterhin Distanzunterricht statt. Unaufschiebbare Prüfungen von Abschlussklassen können in Präsenzform mit einem Abstand der Prüflinge von mindestens 1,5 m durchgeführt werden.

Im Landkreis Hof findet für Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen weiterhin Präsenz- und Wechselunterricht statt.

Alle weiteren Regelungen der Allgemeinverfügungen von Stadt und Landkreis Hof, die insbesondere Schutzmaßnahmen für Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen sowie Kliniken festlegen (zu finden unter https://www.landkreis-hof.de/weitere-massnahmen-im-landkreis-hof/ und https://www.landkreis-hof.de/weitere-massnahmen-in-der-stadt-hof/) behalten ebenfalls bis einschließlich 11. April ihre Gültigkeit.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Hof finden Sie hier: https://www.hof.de/hof/hof_deu/aktuelles/corona-pandemie-02.php

Digitale Hofer Bürgerstunde

Heute, am Freitag, dem 19 März findet von 16.00 bis 17.30 Uhr die zweite digitale Bürgerstunde mit Oberbürgermeisterin Eva Döhla statt. Auch diesmal steht der intensive Austausch mit den Hofer Bürgerinnen und Bürgern wieder im Mittelpunkt. Auf großes Interesse war dabei bereits die erste Ausgabe im Dezember 2020 gestoßen.

Im Livestream, der auf www.hof.de/buergerstunde zu verfolgen ist, wird Oberbürgermeisterin Eva Döhla Fragen der Hoferinnen und Hofer beantworten und auf Themen und Anregungen eingehen. Wie bei der ersten Digitalen Bürgerstunde im Dezember 2020 waren alle Hoferinnen und Hofer dazu aufgerufen, bereits vorab Fragen einzureichen. Dies war über drei verschiedene Kanäle möglich: per Post an Stadtverwaltung Hof, Fachbereich Zentrale Steuerung und Personal, Klosterstraße 1, 95028 Hof, telefonisch unter 09281/815-1021 oder per E-Mail mit dem Betreff „Bürgerstunde“ an post@stadt-hof.de.

Während der Bürgerstunde selbst können Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 09281 815 5555 anrufen, um ihre Fragen live und direkt der Oberbürgermeisterin stellen. Auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger freuen sich auch die weiteren Anwesenden: Klaus Wulf (Unternehmensbereichsleiter Schulen, Jugend, Soziales, Sport), Peter Fischer (Unternehmensbereichsleiter Finanzen und Beteiligungen), Klaus Baumann (Unternehmensbereichsleiter Bürgerdienste, Recht, Sicherheit und Ordnung), Dr. Stephan Gleim (Unternehmensbereichsleiter Planen, Bauen, Umwelt), Siegfried Leupold, der neue Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Personal sowie der Geschäftsführer der Stadtwerke Hof, Jean Petrahn. Fragen können auch auf dem Facebookkanal der Stadt Hof per Direktnachricht gesendet werden.

Stadt Hof setzt neues Maßnahmenpaket um

Die Inzidenzwerte in Stadt und Landkreis Hof bleiben auf hohem Niveau. Jetzt intensiviert die Stadt Hof mit einem zusätzlichen Drei-Punkte-Programm ihre Anstrengungen, die Anzahl der Covid-19-Infektionen zu verringern. Das Maßnahmenpaket ist Teil der gemeinsamen Schnelltest-Strategie mit dem Landkreis Hof.

Oberbürgermeisterin Eva Döhla kündigte heute ein neues Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Pandemie an. „Unser Drei-Punkte-Programm umfasst die Erweiterung der Schnellteststationen im Stadtgebiet, den Start einer Informationskampagne und verstärkte Kontrollen durch unseren Kommunalen Ordnungsdienst“, erläutert Eva Döhla. Landrat Dr. Oliver Bär sagt: „Das kompakte Maßnahmenpaket ist ein guter und weiterer Schritt, die Tests in der Fläche auszuweiten und die Pandemie einzudämmen.“

Gezieltes Testen ist dabei ein wichtiger Baustein der gemeinsamen Strategie von Stadt und Landkreis Hof. „Testen kann Türen öffnen, und zwar für Besuche beispielsweise von Angehörigen oder Dienstleistungsbetrieben. Beides wird daraufhin sicherer für alle Beteiligten“, unterstrich Eva Döhla. Sie appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die kostenlosen Testangebote in Anspruch zu nehmen. Mit den zusätzlichen Schnelltestangeboten will die Stadt Hof Wege verkürzen und den Zugang zu Testmöglichkeiten erleichtern.

„Testen ist ein wichtiger Zwischenschritt um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, bis wir eine Immunisierung durch das Impfen erzeugen können“, sagte Landrat Dr. Oliver Bär. Mehr entdeckte Positivfälle bedeutet weniger Fallzahlen und damit weniger Menschen, die andere anstecken können. Mit Schnelltests lassen sich Menschen identifizieren, die erkrankt sind, aber keine Symptome haben.

Das Drei-Punkte-Programm umfasst folgende Maßnahmen:

1. Erweiterung der Schnellteststellen im Stadtgebiet

Ab dieser Woche gibt es zusätzlich zur Schnellteststelle in der Freiheitshalle Hof drei weitere Standorte, an denen sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hof kostenlos und ohne Voranmeldung testen lassen können: an den Teststationen am Eisteich, am Ossecker Stadion und an der Teststation Diakonie am Campus.

Bereits morgen, am Mittwoch, 17. März 2021, wird an der Diakonie am Campus die erste Schnellteststation öffnen.

Die Teststationen am Ossecker Stadion und am Eisteich Hof starten am Sonntag, 21. März 2021.

Die Stadt Hof stellt dabei sämtliche Schutzmasken, Faceshields und Testkits zur Verfügung.

Die Betreuung der Schnellteststationen übernimmt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsverband Hof e.V.. Pro Station werden drei ehrenamtliche Helfer eingesetzt, die Antigen-Schnelltests durchführen. Dabei wird ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht. Das Testergebnis liegt oft innerhalb von 15 Minuten vor. Ist der Antigentest positiv, wird dies an das Gesundheitsamt gemeldet. Danach erfolgt zusätzlich ein PCR-Test, der das Positiv-Ergebnis bestätigen muss.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihren Personalausweis mitzubringen.

Testzeiten der neuen Schnellteststationen:

An allen drei Teststationen Ossecker Stadion (Ossecker Str. 50, 95030 Hof),

Eisteich Hof (Theresienstein 6, 95028 Hof) und Diakonie am Campus (Südring 96, 95032 Hof):

sonntags 15:00 bis 17:00 Uhr     

Zusätzlich ist die Teststation Diakonie am Campus auch mittwochs von 16:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Für den Besuch der neuen Schnellteststationen gelten unter anderem folgende Regelungen:

–       Es muss dauerhaft eine FFP2-Maske (oder vergleichbar) getragen werden, diese darf nur zur Probennahme abgenommen werden.

–       Ein längerer Aufenthalt sowie Menschenansammlungen an den Teststationen sind zu vermeiden, das Testgelände ist zügig nach der Testung zu verlassen.

–       Es ist ein gültiges Ausweisdokument mitzubringen, das Vorlegen einer Versicherungskarte ist nicht notwendig.

–       Es werden nur Personen ohne Symptome getestet. Sollten Sie bereits Symptome zeigen, die auf eine Infektion hindeuten, muss der Test am Testzentrum der Freiheitshalle Hof durchgeführt werden.

Nach erfolgter Testung wird eine Bescheinigung über das jeweilige Testergebnis ausgestellt.

2. Start einer Informationskampagne

An der Konzeption der neuen Informationskampagne, die in dieser Woche startet, haben unterschiedliche städtische Fachbereiche mitgewirkt: der Fachbereich Demografie und Migration, die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte der Stadt Hof, der Fachbereich Kultur, die Stadtwerke, aber auch die Integrationslotsin der Diakonie Hochfranken und die VHS Hofer Land. 

„Wir müssen auch Menschen schützen, die Sprachhürden zu überwinden haben“, sagt Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Um allgemeine Informationen und praktische Hinweise über Corona und über die Testangebote aktiv der Bevölkerung und insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund nahezubringen, entstehen deshalb zeitnah unterschiedliche Informationsmaterialien wie zum Beispiel Flyer in mehreren Sprachen.

So wird der Hauptslogan „Lassen Sie sich testen. Jetzt.“ in Kürze abwechselnd in mehreren Sprachen an der großen Videowand vor der Freiheitshalle zu sehen sein. Die Übersetzung erfolgte in die Sprachen englisch, russisch, türkisch und arabisch.

Auch an Fahrgastinformationstafeln der Stadtwerke, die sich an den Haltestellen befinden, wird es Laufschriften geben. Diese sollen Bürgerinnen und Bürger ermuntern, sich testen zu lassen.

Auf der Homepage der Stadt Hof wird zu weiterführenden mehrsprachigen Informationen verlinkt.

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, also die Integrationslotsen und die Migrationsberaterinnen und -berater, verbreiten die Informationen weiter und sprechen Zugewanderte gezielt an.

Auch das VHS-Projekt „Mimi“, bei dem Migrantinnen und Migranten Zugewanderte zum Thema Corona informieren, leistet einen neuen Beitrag. Die Schulungen der  Migrantinnen und Migranten, die derzeit auf arabisch, kurdisch, russisch und ukrainisch stattfinden, werden ab sofort online angeboten.

3. Verstärkte Kontrollen durch das Ordnungsamt

Um die Pandemie zu bekämpfen, setzt der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Hof bei seinen Kontrolltätigkeiten andere Schwerpunkte. Wesentlich ist es nun, Ansammlungen von Gruppen zu unterbinden und Verstößen gegen die Maskenpflicht nachzugehen. Deshalb verstärkt der KOD seine Präsenz in der Innenstadt, um die Maskenpflicht zu überwachen. Dies gilt auch für die Kontrolle der Anzahl von Kunden, die geöffneten Geschäfte – wie zum Beispiel Supermärke – besuchen. Hier ist es das Ziel, die Entstehung von Infektionsherden zu vermeiden.

Zu den weiteren Aufgaben gehört es zu kontrollieren, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen aber auch Impfeinladungen zu, die als Rückläufer der Post ans Impfzentrum gelten. Desweiteren liefert der KOD Schnelltests an Betriebe aus.

Für diese Aufgaben werden allgemeine Tätigkeiten wie zum Beispiel die Parkraumüberwachung, die regelmäßige Kontrolle von Wertstoffinseln und Verfolgung von Fällen, in denen Sperrmüll illegal entsorgt wird, zurückgestellt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Verstöße nicht geahndet werden.

Stadt Hof ordnet Distanzunterricht an

Ab Montag kommender Woche findet für die Abschlussklassen der Gymnasien der FOS/BOS und der beruflichen Schulen wieder Distanzunterricht statt. 

„Die Entwicklung in der Stadt Hof in den vergangenen Tagen veranlasst uns zu reagieren. Auch an den Schulen herrschte zuletzt Sorge wegen der gestiegenen Inzidenzwerte“, begründet Oberbürgermeisterin Eva Döhla den Schritt. Auch die Hoffnung auf ein Impfangebot für die Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen hat sich Ende vergangener Woche zerschlagen.

Mit den Schulleitungen wurde der Distanzunterricht, der ab kommenden Montag, 8. März 2021 gilt, bereits besprochen. Derzeit arbeitet die Stadt Hof an einer Allgemeinverfügung, die voraussichtlich am Freitag, 5. März 2021 offiziell bekannt gegeben wird. Die Inhalte der Allgemeinverfügung sind vorab mit der Regierung von Oberfranken abzustimmen. Danach erfolgt die Veröffentlichung.

Verkehrsbehinderungen in der Hofer Innenstadt

Für Freitag, 5. März 2021 ist zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr eine Kundgebung in Form eines Auto-Korsos angemeldet. Während dessen kann es zu Verkehrsbehinderungen und Verzögerung von Bussen kommen.

Als Auto-Korso findet in Hof am Freitag, 5. März 2021 eine Kundgebung statt. Wie schon am 22. Februar beginnt die Route der Teilnehmer in der Uferstraße und führt über die Lessingstraße, Sigmundsgraben, Ludwigstraße, Poststraße, Marienstraße, Friedrichstraße, Pfarr, Fabrikzeile und Sigmundsgraben zurück zum Ausgangspunkt. Die Polizei wird die Autos begleiten und die Kreuzungen der Route absperren, um dort alle Teilnehmer des Korsos am Stück durchzulassen. Teilnehmen dürfen maximal 100 Fahrzeuge.

Aufgrund der Kundgebung ist auf allen Linien der HofBus GmbH am Freitag zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Ebenso kann es vereinzelt zu Fahrtausfällen kommen. Speziell in der Ludwigstraße und an der Strauß-Kreuzung kann es vorkommen, dass Busse warten müssen, bis der Auto-Korso passiert hat.

Frauen im Kreis Hof besonders stark von Folgen der Pandemie betroffen

Frauentag am 8. März | IG BAU kritisiert „Karrierefalle Minijob“

Sie kümmern sich stärker um Haushalt und Kinder, haben niedrigere Einkommen und müssen häufiger um ihren Job fürchten: Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat die Gewerkschaft IG BAU vor einem Rückschritt bei der Gleichberechtigung in Folge der Corona-Pandemie im Landkreis Hof gewarnt. „Insbesondere Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle“, kritisiert Bezirksvorsitzender Gerald Nicklas. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind aktuell 59 Prozent der insgesamt rund 6.000 geringfügig entlohnten Arbeitsverhältnisse im Kreis Hof in Frauenhand. In der Gebäudereinigung liegt der Frauenanteil bei den 450-Euro-Stellen sogar bei 83 Prozent.

„Geringfügig Beschäftigte gehen nicht nur beim Kurzarbeitergeld leer aus. Sie sind auch häufiger von Entlassungen betroffen“, so Nicklas. Die IG BAU plädiert dafür, die Minijobs in der jetzigen Form abzuschaffen und sozialversicherungspflichtig zu machen. Eine Anhebung der Verdienstgrenze auf 600 Euro, wie sie einige Arbeitgeberverbände fordern, liefe hingegen auf einen Ausbau prekärer Arbeitsverhältnisse hinaus.

Zudem stehe das Ehegatten-Splitting einer echten Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt im Weg. „Durch hohe Abzüge in der Steuerklasse 5 bleibt vielen Frauen nur wenig vom Bruttoverdienst. Das führt auch zu geringen Arbeitslosenansprüchen und Einbußen beim Elterngeld“, kritisiert Nicklas. Die Politik müsse das Thema in diesem Wahljahr anpacken und eine Reform der Einkommenssteuer voranbringen.

Die IG BAU Oberfranken verweist zugleich auf die gestiegene Belastung von Frauen in der Pandemie. „In Zeiten geschlossener Kitas und Schulen bleibt die Kinderbetreuung nach wie vor meist an den Frauen hängen. Hinzu kommen die Arbeit im Haushalt und die Pflege von Angehörigen“, unterstreicht Nicklas. Neben besseren politischen Rahmenbedingungen sei hier auch ein gesellschaftliches Umdenken nötig. „Männer, die beruflich etwas zurücktreten, können der Partnerin helfen, den nächsten Karriereschritt zu gehen und Lasten in der Familie fairer zu verteilen.“

Nach einer repräsentativen Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung ist die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit von Frauen im Zuge der Corona-Krise stärker gesunken als die von Männern. Vor Ausbruch der Pandemie arbeiteten Frauen demnach im Durchschnitt fünf Stunden pro Woche weniger als Männer in einem bezahlten Job. Im Herbst 2020 betrug die Differenz bei Erwerbstätigen mit betreuungsbedürftigen Kindern elf Stunden pro Woche. Zwei Drittel der befragten berufstätigen Frauen mit Kindern gab an, in der Partnerschaft den größeren Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen. Sieben Prozent sahen die Hauptverantwortung bei ihrem Partner, 27 Prozent sprachen von einer Gleichverteilung der Sorgearbeit.

Sachspende im Wert von 13.500 € für Hof

Bild: Stephan Trutschler

Während sich die Corona-Lage in Deutschland insgesamt mittlerweile langsam beruhigt, ist mancherorts die Lage weiterhin sehr angespannt und mit großen Problemen behaftet, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Ein Hotspot ist aktuell gerade Hof. Die fränkische kreisfreie Stadt weist derzeit laut Robert-Koch-Institut (RKI) einen 7-Tage-Inzidenzwert von 261,4 auf und belegt damit einen traurigen „Spitzenplatz“ in Bayern. Die EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen möchte daher nicht tatenlos bleiben und als guter Partner in der aktuellen Notsituation, die mittlerweile für viele Wirtschaftszweige, aber auch bei zunehmend mehr Kommunen zu starken finanziellen Engpässen und Notlagen geführt hat, unterstützend tätig werden.
Da Schnelltests sowie FFP2-Masken in den letzten Wochen immer wieder zu den etwas knapperen Gegenständen zählten, und auch teilweise recht teuer gehandelt wurden, ist die EDEKA NST aktiv geworden und hat ihre guten Kontakte zu den entsprechenden Lieferanten mobilisiert. Dies, um aus den eigenen Kontingenten schnell und unbürokratisch dort Hilfe leisten zu können, wo am ehesten Bedarf bestand. Am gestrigen Mittwoch, dem 3. März 2021, fand daher die Übergabe von 1.000 Corona-Schnelltests sowie von 1.000 FFP2 Schutzmasken statt. Günter Fröber, Regionalleiter Expansion der EDEKA NST, konnte der Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla die Spende im Gegenstandswert von 13.500 EUR persönlich übergeben.
„Da wir vor dem Hintergrund der ersten Welle Mitte 2020 und der sich nun ebenfalls sehr schnell ausbreitenden zweiten Pandemie Welle als Edeka bereits vor einigen Wochen sicherheitshalber ausreichend Lagerbestände an Masken und Tests besorgt haben, versetzt uns das nun glücklicherweise in die Lage, spontan helfen zu können“, erläutert Günter Fröber. „Aufgrund der besorgniserregenden Zahlen in den grenznahen Regionen zu Tschechien in den letzten Tagen haben wir überlegt, wie wir kurzfristig helfen können und uns für das Sponsoring von FFP2-Masken und Corona-Schnelltests entschieden. Wir konnten hierbei schon vor wenigen Tagen den Nachbarstädten Marktredwitz und Bayreuth helfen und hoffen, dass wir auch hier in Hof mit den 1.000 Corona-Schnelltests und 1.000 FFP2-Schutzmasken einen kleinen-, aber dennoch effizienten Beitrag zur temporären Eindämmung des Covid-19-Virus leisten können“, so Fröber weiter.
Oberbürgermeisterin Eva Döhla ist von der Spende positiv überrascht. „Gerade in unserer derzeitigen Lage mit den hohen Inzidenzwerten ist eine solche Spende, die hilft, mehr als willkommen. Dafür danke ich der Edeka Unternehmensgruppe herzlich. Wir setzen in der Stadt alle Hebel in Bewegung, um aus dem Lockdown herauszukommen. Die Kombination aus Hygieneregeln, Impfen und Testen kann der Türöffner für Lockerungen sein. 1.000 Corona-Schnelltests und 1.000 FFP2-Schutzmasken kostenfrei zur Verfügung zu stellen, ist ein guter Beitrag, der in unsere Gesamtstrategie passt.“

Stärkung der Hofer Innenstadt

City- und Stadtumbaumanagement auf gutem Weg

Die Stadt Hof hat einen weiteren Schritt in Richtung City- und Stadtumbaumanagement getan. Gestern haben sich Vertreter der Stadt Hof und des Dienstleisters „Stadt + Handel“ erstmals persönlich – unter Einhaltung aller Hygieneschutzmaßnahmen – getroffen, um Zeitplan und weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Zum ersten Vor-Ort-Termin in Hof war Ute Marks angereist, Teamleiterin Stadtmarketing/Citymanagement des Dortmunder Dienstleisters „Stadt + Handel“. Begleitet wurde sie von Projektleiterin Annika Heinlein und Benjamin Konstant, der für die Projektbearbeitung verantwortlich ist. „Das Kennenlernen war äußerst fruchtbar“, sagt Ute Marks. „Nun möchten wir Partner werden und gemeinsam einen Zeitplan aufstellen.“

Vorgespräche zu Vertragsverhandlungen

Dessen erstes Ziel ist es, dass voraussichtlich Mitte März der Dienstleistervertrag unterzeichnet werden kann. Das persönliche Kennenlernen war deshalb gleichzeitig gedacht als nächster Schritt in Richtung Stärkung der Hofer Innenstadt. „Es handelte sich um ein Vorgespräch zu den Vertragsverhandlungen“, erklärt Eva Döhla. Nach aktuellem Stand befindet sich die Stadt noch im Vergabeverfahren. Die Entscheidung, dass der Bieter „Stadt + Handel“ mit der Dienstleistung beauftragt wird, ist zwar gefallen, aber noch nicht vertraglich vollzogen. „Grund sind noch nicht abgelaufene vergaberechtliche Wartefristen. Dies bedeutet, dass der Dienstleister seine Arbeit wohl Mitte März aufnehmen kann.“

Kontakt zu innerstädtischen Akteuren

Sobald der Vertrag unterzeichnet ist, werden Ute Marks und ihre beiden Mitarbeiter ihre Analysen beginnen und coronabedingt zunächst nur telefonisch Kontakt zu den innerstädtischen Akteuren aufnehmen. „Wir erstellen auch einen Vergleichsmaßstab und wollen wissen, welchen Platz Hof im Ranking der Städte einnimmt“, sagt Marks. Um die Stadt in all ihren Facetten kennenzulernen, soll nach Ostern eine Auftaktveranstaltung mit Fachvortrag stattfinden, an der Hoferinnen und Hofer beteiligt werden – sofern dies die Coronapandemie zulässt. Nach dem Vortrag können Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.

„Wir werden eine Arbeitsgruppe mit Hoferinnen und Hofern einrichten, die uns ihre Stadt zeigen, die ihre Stadt aber auch neu denken und die konstruktiv sind.“ Die heimischen Experten stammen dabei zum Beispiel aus den Bereichen Kultur und Kunst, Finanzwesen und Handel. „Das City- und Stadtumbaumanagement ist eine gemeinsame Aufgabe“, betont Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Ute Marks fasst zusammen: „Wir wollen wissen, was läuft und wo es hakt, und wir wollen fordern und fördern.“