Hofer Volksfest 2021

Das Hofer Volksfest findet im Jahr 2021 nicht statt. Dennoch sollen die Hoferinnen und Hofer – wenn es die Pandemie erlaubt –  nicht auf jegliches Vergnügen verzichten müssen.  Zu diesem Ergebnis sind die Stadt Hof als Veranstalter und die Vertreter der beteiligen Festwirte und Schausteller übereinstimmend gekommen. Auch der Marktbeirat, der sich am 7. April 2021 zu einer Sitzung getroffen hatte, war einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass das Hofer Volksfest nicht in der traditionellen Form stattfinden kann. Er beauftragte die Stadtverwaltung, stimmige Ersatzkonzepte zu planen und auf Umsetzbarkeit unter den jeweils geltenden Coronaregeln zu prüfen. Die Hoferinnen und Hofer werden möglicherweise dennoch auf ihre Kosten kommen. Derzeit arbeitet die Marktverwaltung an alternativen Konzepten.

„Natürlich ist es traurig, dass wir schon zum zweiten Mal auf das Volksfest in altbewährter Form verzichten müssen“, sagt Oberbürgermeisterin Eva Döhla. „Doch ich freue mich über die einvernehmliche Lösung, die wir als Stadt Hof gemeinsam mit den Festwirten und Schaustellern gefunden haben. Wir werden den Hoferinnen und Hofern auf jeden Fall etwas zu bieten haben.“

Björn Pausch, Sprecher der Festwirte, sagt: „Uns Festwirten ist es ein Anliegen, dass die Stadt Hof als Veranstalter des Hofer Volksfestes mit Schaustellern und uns an einem Tisch sitzt. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert und gerade in den Ausnahmejahren ist es wichtig, gemeinsam nach Alternativen zu suchen.“ Die gute Zusammenarbeit hebt auch Lorenz Kalb hervor, der 1. Vorsitzende des Süddeutschen Schaustellerverbandes: „Wir waren in die Vorbesprechung mit der Oberbürgermeisterin und Vertretern der Stadt sowie mit den Volksfestwirten eingebunden und tragen die Entscheidung aus Überzeugung mit.“

Marktmeister Uwe Voigt weiß: „Das neue Konzept befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium, aber es zeichnet sich schon jetzt eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ab.“ Fest steht, dass ein Festzelt- und Biergartenbetrieb unter den gegebenen Bedingungen nicht durchführbar ist. Wenn möglich soll ein temporärer Vergnügungspark am Volksfestplatz entstehen – mit einem Hygienekonzept, das sich am Konzept des Nürnberger „Nürnbärland“ orientiert. „Primär sollen dazu die Schausteller zugelassen werden, die zum Hofer Volksfest 2021 zugelassen worden wären“, erläutert Uwe Voigt. Denkbar sei aber auch eine Neuauflage des „Hofer Sommervergnügens“, das im vergangenen Jahr begeisterte.

Welches Konzept dann letztendlich umgesetzt werden kann, ist unter anderem von den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die im Sommer gelten, abhängig.

„Zeitraum und Dauer orientieren sich grob am Volksfesttermin, die Dauer hängt unter anderem davon ab, ob und welche anderen Veranstaltungen bzw. Konzepte um diesen Termin herum stattfinden“, sagt Uwe Voigt. Er ist sich sicher: „Mit dem jetzt entstehenden Konzept hoffen wir, dass wir unseren Hoferinnen und Hofern und allen Gästen die Möglichkeit bieten können, ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen“.

Lorenz Kalb sagt: „Wir danken dem Marktbeirat dafür, dass auf diesem Wege den Schaustellerbetrieben, die in der Pandemie als mittelständische Familienbetriebe derzeit um ihr Überleben kämpfen, Möglichkeiten eröffnet werden sollen, wie Schaustellerbetriebe schnellstmöglich wieder tätig werden und der Bevölkerung endlich wieder Freude bringen können.“

Veranstaltungen Hof werden abgesagt

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die Veranstaltungen des Stadtmarketing Hof e.V., die bis einschliesslich August vorgesehen waren, abgesagt werden. Betroffen sind die Straßenflohmärkte in der Karolinenstraße, die Reihe der InnenHofKonzerte, die Hofer Autoschau inklusive des Stadt- und Bürgerfestes sowie das Saaleauenfest. „Die Entwicklung des Pandemiegeschehens ist nicht absehbar. Daher gibt es für Veranstalter und Partner angesichts neuer Virusmutationen keine Planungssicherheit“, sagt Silvia Gulden, Geschäftsführerin des Stadtmarketing Hof e.V. „Wir bedauern die Absagen sehr. Sie sind unvermeidlich. Für uns stehen die Gesundheit und das Wohl der Allgemeinheit an erster Stelle.“

Theater Hof streamt Othello

Foto: Harald Dietz

Einmal im Monat lädt das Theater Hof seit Februar zu einer digitalen Aufführung ein. Nach dem begeistert aufgenommenen Debüt mit „Kanzlist Krehler“ geht es am letzten März-Wochenende gleich weiter mit dem nächsten „Drama on demand“. Diesmal steht Shakespeares Schauspiel „Othello“ in der Inszenierung von Intendant Reinhardt Friese auf dem digitalen Spielplan.

Die Hofer „Othello“-Version denkt den klassischen Stoff um Zugehörigkeit und Ausgrenzung neu: In Reinhardt Frieses brandaktuellem Interpretationsansatz ist Othello als lesbische Frau ein tolerierter Fremdkörper in der Männerwelt der venezianischen Marine. Als Textfassung dient die sprachlich moderne Neuübertragung von Miriam Schwan, die das Theater Hof eigens in Auftrag gegeben hat.

Einige Zuschauer kamen in der letzten Spielzeit, kurz vor Beginn des ersten Lockdowns, noch in den Genuss, die so außergewöhnliche wie sinnliche Inszenierung live im Großen Haus zu sehen; vielen hat allerdings Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, und sie mussten ihre Karten zurückgeben oder umtauschen.

Dafür bekommen nun alle Theaterfreunde von Freitag, 26.03., 19.30 Uhr bis Sonntag, 28.03., 19.30 Uhr die Gelegenheit, „Othello“ zu sehen – kostenlos und so oft sie möchten. Besuchen Sie dafür einfach die Homepage www.theater-hof.de. Dort wird, wie beim letzten Mal, direkt auf der Startseite ein Link bereitstehen, der nur angeklickt werden muss, um die digitale Aufführung zu starten.

Viva Voce gibt Online-Abschiedskonzert

Die A-cappella-Band VIVA VOCE entscheidet sich für Corona-bedingte Pause. Ein exklusiver Solidaritäts-Benefiz-Song und ein letztes Konzert versüßen den Abschied.

Viva Voce, seit über 20 Jahren eine der bekanntesten A-cappella-Bands Deutschlands gibt am 14. März ihr Abschiedskonzert in die Corona-Pause. Die Musiker müssen nach mittlerweile einem Jahr Pandemie andere Jobs annehmen, um über die Runden zu kommen.
Im Stadttheater Fürth machen es sich die vier Sänger David Lugert, Basti Hupfer, Heiko Benjes und Andi Kuch in gold- samtener Wohnzimmerkulisse gemütlich und geben unter dem Motto „Halt merz am!“ die Songs ihres Bestseller-Albums „Glücksbringer“ zum Besten.
Gute Freunde versüßen den Abschied: der Komiker und Sänger Volker Heissmann gibt sich zu einem Gastspiel die Ehre. Und der bekannte Bauchredner Sebastian Reich wird in ungewohnter Begleitung im Streaming-Konzert für beste Unterhaltung sorgen.
Das Konzert beginnt um 18 Uhr – wer es nicht pünktlich schafft, kann sich mit seinem Ticket das Konzert noch bis zum 29. März beliebig oft ansehen.
Tickets gibt es unter www.viva-voce.de/shop

Online Theater ein Erfolg

Nur 48 Stunden lang war die expressionistische Tragikomödie „Kanzlist Krehler“ in der Inszenierung von Reinhardt Friese und Ausstattung von Annette Mahlendorf über den YouTube-Kanal des Theaters Hof kostenlos zu sehen – und wurde 1870 Mal angeklickt. „Wir freuen uns sehr, dass unser Angebot so gut angenommen wurde, zumal es die einzige Chance war, diese Rarität zu sehen, da durch den nach wie vor verlängerten Lockdown inzwischen einfach nicht mehr genügend Termine zur Verfügung stehen, um alle Produktionen live zu spielen“, sagt Intendant Reinhardt Friese.

Gleich zu Beginn des Streamings am Freitagabend um 19.30 Uhr haben rund 120 Zuschauerinnen und Zuschauer gleichzeitig den Gesamtmitschnitt auf YouTube angesehen. Bis Sonntagabend erhöhte sich die Klickzahl auf 1870 Klicks. Schon direkt im Anschluss an die „Premiere“ am Freitagabend erreichten das Theater erste Zuschauerzuschriften. „Ein besonderes Stück. Toll gemacht. Prima Kameraführung. Super“, schrieb ein Abonnent. Eine Familie verbrachte sogar einen (fast) richtigen Theaterabend im eigenen Wohnzimmer: „Den PC haben wir an den Fernseher angeschlossen, damit es etwas größer wird. Wie sonst auch, haben wir etwas Schickes angezogen und uns gestylt. Das Stück war ja durch die expressionistische Sprache etwas schwere Kost, aber unsere Tochter (13) war trotzdem bis zum Ende dabei und ganz glücklich, die vertrauten Gesichter mal wieder zu sehen. Mein Mann hat sich auch amüsiert und es ist ein bisschen Theateratmosphäre bei uns im Wohnzimmer gewesen.“

„Die zahlreichen Zuschauerzuschriften belegen nicht nur die Begeisterung über die gezeigte Produktion, sondern auch den riesigen Kulturhunger des Publikums und motivieren uns, weiterzumachen!“, freut sich Intendant Reinhardt Friese. Der Termin für das nächste „Drama on demand“ ist auch bereits fix: Am letzten März-Wochenende (26.03.-28.03.) steht, wieder von Freitag 19.30 Uhr bis Sonntag, 19.30 Uhr, Shakespeares Schauspiel „Othello“ in der Inszenierung von Reinhardt Friese auf dem digitalen Spielplan des Theaters Hof.