Stellenausschreibung: Grafiker / Redakteur (m/w/d)

Das hof-programm ist ein regionales Veranstaltungs- und Informationsmedium mit Herz für Kultur, Events und lokale Akteure. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort einen engagierten Grafiker / Redakteur (m/w/d) in Vollzeit / Teilzeit.

Deine Aufgaben

  • Erstellung und Bearbeitung von Grafiken (Adobe Photoshop)
  • Recherche zu interessanten Veranstaltungen
  • Terminverwaltung und Pflege von Veranstaltungsdaten
  • Redaktionelle Beiträge verfassen sowie Programme erstellen und befüllen (Adobe InDesign)
  • Pflege der Website (WordPress)
  • Betreuung unserer Social-Media-Kanäle (Instagram & Facebook)

Das bringst du mit

  • Erfahrung im Bereich Grafikdesign und/oder Redaktion
  • Sicherer Umgang mit Adobe Photoshop und InDesign
  • Idealerweise Kenntnisse in WordPress und Social Media
  • Selbstständige, strukturierte und zuverlässige Arbeitsweise
  • Kreativität sowie ein Gespür für Gestaltung und Sprache
  • Interesse an regionalen Veranstaltungen, Kultur und Medien

Wir bieten dir

  • Ein abwechslungsreiches Aufgabenfeld mit viel Eigenverantwortung
  • Kreativen Gestaltungsspielraum
  • Ein motiviertes, kleines Team mit kurzen Entscheidungswegen
  • Flexible Arbeitszeiten nach Absprache
  • Die Möglichkeit, das kulturelle Leben der Region aktiv mitzugestalten

Interesse geweckt?
Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung per E-Mail an: post@hof-programm.de

Werde Teil des hof-programms und gestalte mit uns die Veranstaltungswelt unserer Region!

Der Lichtblick im März

Im März blickt die deutsche Eisenbahnwelt nach Hof: Der Fahrgastverband ProBahn hält hier seinen Bundesverbandstag 2026 ab – und erinnert damit an die lange und prägende Geschichte der Hofs als Eisenbahnerstadt. Noch heute zeugt das imposante Empfangsgebäude des Sächsisch-Bayerischen Bahnhofs mit seinen Königsälen von dieser bedeutenden Vergangenheit. Doch das Dornröschen bröckelt vor sich hin. Die Stadt Hof will beim Eigentümer, der Bahn, Bewegung in die Sache bringen; mit einer Machbarkeitsstudie und verschiedenen Arbeitsgruppen zum Handeln. Die Eisenbahnfreunde werden zweifellos beeindruckt sein, wenn ihre Blicke über die prunkvollen historischen Decken schweifen – allerdings dürfte die Begeisterung schnell verfliegen, wenn die Gäste die sanitären Anlagen aufsuchen. Der Verbandstag will das Thema Schiene feiern, aber auch den Finger in die Wunde legen. Kaum ein Ort könnte geschichtsträchtiger sein: 1989 blickte die Welt nach Hof – dem Tor zur Freiheit für Tausende Prager Botschaftsflüchtlinge. Die Stadt wurde als offizieller Ort der Demokratiegeschichte ausgezeichnet. Wenn ein solcher Ort verfällt – welches Zeichen setzt das für die Demokratie?

Der Dicke Hund im März

Der „Innenstadt-Papst“ Christian Klotz nannte bei seinem vielbeachteten Vortrag 2019 die Altstadt-Passage einen „Schandfleck“. Das mag manchem dort ansässigen Geschäft nicht gerecht werden. Doch mit dem seit zwei Jahren blinkendem „Spiele-Laden“ gewinnt die Beschreibung des Innenstadt-Experten an Plausibilität. Wer sich unter einem „Spiele Laden“ Tisch-Kicker, UNO und liebevoll sortierte Puzzles vorstellt, der irrt. Stattdessen stehen Spielautomaten und -konsolen in verschiedensten Ausführungen in einem schmucklosen Raum, der zum Zocken animiert – ohne Toilette, aber mit Kaugummiautomat. Blinklichter, Soundeffekte, Dauerbeschallung. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche. Bei ähnlichen Plänen für Kulmbach gab es kritische Stimmen im Stadtrat. Hauptargument: die Spielsucht werde gefördert. Automaten sind mit über 80 Prozent die häufigste Form von Spielsucht. Und selbst wenn es nicht soweit kommt, ist es immer ein trauriger Anblick, wenn Kinder wie in Trance vorm Bildschirm sitzen. Zugegeben – solche Szenen kennt man auch vom heimischen Smartphone. Man könnte sich beim Angebot für Familien aber auch nach oben orientieren statt nach unten. Zum Beispiel am neu eröffneten Café „Honighaus“ nahe der Marienkirche: ein Familiencafé mit großzügigem Spielebereich, gepflegter Einrichtung, einer herzlichen persönlichen Betreuung und Atmosphäre zum Verweilen. So kann Innenstadt auch gehen.

Der Lichtblick im Dezember

Nach der stillen Zeit im November kommt im Dezember wieder Leben in die Bude. In der Adventszeit bieten sich viele Möglichkeiten, Advents-, Christkindles-, Lebkuchen- und Weihnachtsmärkte zu besuchen. Dabei können sich die Gäste nicht nur selbst verwöhnen, sondern sich auch mit einer Vielzahl von Ideen für das bevorstehende Weihnachtsfest versorgen. Ideal ist es natürlich, wenn dabei auch das Wetter mitspielt: Schneefall, winterliche Temperaturen und Glühweinstimmung. Für Sportfreunde wird es in den höheren Lagen des Fichtelgebirges und des Frankenwaldes interessant, wenn Abfahrten und Langlaufstrecken zum Wintersport einladen. Nach den Feiertagen steht schon der Jahreswechsel bevor. Bleiben Sie weiterhin bestens informiert mit Ihrem hof-programm. Guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute wünscht Ihnen das hof-programm-Team.

Der Dicke Hund im Dezember

„Hof, Braustätte guter Biere.“ – Mit diesem Spruch schmückte sich die Stadt Hof zu einer Zeit, als es dort noch zahlreiche Braustätten gab – und warb damit auf Briefen, die von Hof in alle Welt gingen. Von einst zehn Brauereien in der Stadt sind heute nur noch zwei übrig geblieben: die Scherdel und die Meinel-Bräu. Anfang 2027 wird die Scherdel-Brauerei Produktion und Vertrieb in Hof einstellen, sodass nur noch die Meinel-Bräu bleibt. Und es sieht danach aus, dass zwei junge Frauen die Hofer Biertradition am Leben erhalten werden: Gisela und Monika Meinel-Hansen. Zum Glück gibt es mit der Brauerei Stelzer in Fattigau noch eine weitere, familiengeführte Braustätte im Hofer Land, die ebenfalls auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken kann. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Brauriesen immer mehr kleine Brauereien vereinnahmt. Deshalb wird „Bier von hier“ immer mehr zur Ausnahme. Im kommenden Jahr kann die Stadt Hof noch zwei Braustätten vorweisen – ein Jahr später, 2027, bleibt nur noch die von Frauenpower geführte Meinel-Bräu als Hofer Braustätte übrig. Von zehn Brauereien auf nur eine im Jahr 2027 – das ist für uns der dicke Hund des Monats.

Der Dicke Hund im November

„Hof – Braustätte guter Biere“ das war Jahrzehnte lang ein Werbespruch der Hofer Brauereien, Er trifft auch heute noch zu, aber es wird eng. Bereits in den 70er Jahren begann das Brauereisterben. Die Brauerei Scherdel übernahm die SchmidtsHeiner und legte diese still. Der Brauereikonzern EKU der die Hofer Brauereien Bavaria, Deininger-Kronenbräu und Georg Weidner und die Brau AG, Nürnberg die die Hofer Löwenbräu übernommen hatten haben diese aus Rationalisierungsgründen in den 80ern eingestellt und die Zahl der Brauereien halbierte sich. Dabei sah es nach der Grenzöffnung für die Brauereien in Hof so aus, als könnten alte Absatzgebiete in Sachsen und Thüringen zurückgewonnen werden, doch hier war die Übermacht der konkurrierenden auswärtigen Großbrauereien zu groß. Anfang der 2000er wurde in Hof der Betrieb der Bürgerbräu, Falter und Zeltbräu eingestellt. Die Brauerei Scherdel wurde von der EKU, Kulmbach übernommen und als eigener Betrieb weitergeführt. Von ehemals einer Vielzahl von Braustätten des edlen Gerstensaftes sind damit gerade noch zwei übrig geblieben. Meinel als reine Privatbrauerei und Scherdel als Tochter der Kulmbacher Brauerei AG. Diese hat nun angekündigt, die Produktion Ende 2026 in Hof einzustellen. Es ist ziemlich einsam geworden um das Bier von hier. Damit bleibt von den Hofer Braustätten gerade noch die private Meinel-Bräu übrig.

Der Lichtblick im Januar

„Fußball ist unser Leben, denn König Fußball regiert die Welt“ sang vor 50 Jahren schon die deutsche Nationalmannschaft. Doch auch großer Fußball fängt im Kleinen an, mit dem Spaß am Ballspiel zusammen mit anderen Jungs und Mädchen. Das dachte sich auch Bastian Richter von your-performance.de. Er veranstaltet zusammen mit dem Projektteam Hofer Land, dem 1.FFC Hof (Frauenfußball) und anderen die „1.Fußballtage Hofer Land“. Sie bieten in den kommenden Sommerferien ein ganzes Wochenende voller Spiel, Spaß, guter Laune und natürlich Fußball. Dazu eingeladen sind Kinder und Jugendliche aus dem Hofer Land im Alter zwischen 9 und 15 Jahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob Junge oder Mädchen, Anfänger oder „Profi“, Feldspieler oder Torwart, mit oder ohne Vereinszugehörigkeit. Qualifizierte und erfahrene Trainer leiten die Kids drei Tage lang durch Trainingseinheiten sowie spielerische Übungs- und Wettkampfformen. Neben Fußball sind auch Info, Community und ein richtig schönes Rundum-Programm geboten, verspricht die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla. Die Fußballtage finden vom 15. bis 17.August statt. Veranstaltungsort ist die Sportstätte des 1.FFC Hof in der Ossecker Straße. Infos und Anmeldung unter www.hofer-land.de/fussballtage. Der Preis beträgt 99 Euro inkl. Trikotshirt, Hose, Trinkflasche und Verpflegung. Bis Ende Januar gilt ein Aktionspreis von 84 Euro. Für uns der Lichtblick des Monats.

Der Dicke Hund im Dezember

Die 1A-Geschäftslage in Hof, die Altstadt, ist nur einen Katzensprung entfernt. Aber es sieht derzeit ziemlich düster aus in der Lorenzstraße. Immer mehr Fachgeschäfte schließen, ohne dass Nachmieter in Sicht sind. Die Folge: Leere Schaufenster, zum Teil verhängt, ein trostloser Anblick. Dabei könnte es so schön sein. Nun hilft ein Rückblick in frühere Zeiten wenig, vorbei ist vorbei. Aber es muss etwas unternommen werden. Aktive Hilfe durch die Stadt statt tatenloses Zuschauen. Wo kann leerstehende Geschäfts- und Lagerfläche in den oberen Etagen in Wohnraum umgewandelt werden? Wohnen in zentraler, verkehrsberuhigter Lage. Wie kann Gastronomie angesiedelt werden? Hier waren schon McDonalds, Eisdiele und Gaststätten zu finden. Wie kann die relativ steile Einkaufsstraße durch Sitzbänke und etwas Begrünung und im Sommer Außenbestuhlung attraktiv werden? Ein großer Anbieter wird demnächst aus der Lorenzstraße verschwinden und in die Altstadt zum Oberen Tor umziehen: das Kaufhaus Woolworth. Damit ergibt sich ein weiterer Leerstand in der Lorenzstraße. Glücklicherweise gibt es dort aber noch das Zugpferd, den Drogeriemarkt Müller, und eine Handvoll an Fachgeschäften, von Sport über Optik bis hin zum Teeladen. Neue Ideen sind gefragt. Ein Blick nach Plauen: Dort eröffnete im November das „Regionalkaufhaus“ in der Bahnhofstraße. Regionale Produkte unter einem Dach. Hieße für die Hofer Lorenzstraße: Regionalkaufhaus statt Woolworth. Das Alles zwischen Marien- und Lorenzkirche mit dem attraktiven Lorenzpark. Ein schönes Stück Hof. Doch der momentane Zustand ist für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Dicke Hund im Juli

Die Stadt Hof muss sparen. Und einmal mehr trifft der Sparzwang nicht jene, die die Kohle mit vollen Händen für nicht nachvollziehbare Projekte in fernen Ländern ausgeben, sondern da, wo sie die Menschen vor Ort treffen. Die Bürger, die sich im Sommer darauf freuen, sich an einen schönen Platz in der Innenstadt setzen zu können und die Sonne zu genießen. Die Stadt Hof hat mit viel Mühe und Geschick auch außerhalb des Zentrums ein paar Wohlfühloasen eingerichtet, die von den Bürgern gern genutzt werden, um sich zu erholen. Diese Lebensfreude wird ausgerechnet jenen genommen, die nicht das schicke Häuschen mit großem Garten in schöner Wohnlage vorweisen können. Sondern die sich mit dem Angebot in der Innenstadt zufrieden geben müssen. So wie an der Kreuzung am Q-Bogen. Auf der Insel zwischen der vielbefahrenen Marienstraße und der Bahnhofstraße am Kurt-Schumacher-Platz, dem früheren Wittelsbacher Platz, hatte die Stadt eine von der Spedition Militzer & Münch gesponserte schöne Brunnenanlage geschaffen, an der sich Bürger erholen konnten. Damit ist jetzt Schluss. Abgedeckelt wie ein Schneewittchensarg steht der Brunnen dort. Ein Kunstwerk der Köditzer Künstlerin Margarete Wiggen, 22 große und kleine Bronzeschüsseln, mit dem 35.000 Liter Wasser stündlich für Erfrischung sorgten. Abgedeckte Kunst, ausgerechnet in Hof – für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Lichtblick im Juni

Es gibt Gaststätten, die einen Kultstatus haben. Wenn sie schließen, hinterlassen sie eine klaffende Lücke. Wo bisher ein Treffpunkt für Menschen mit gleicher Interessenlage war, ist nun eine verschlossene Tür. Doch jetzt gibt es die guten Nachrichten für jene, die sich lieber mit Menschen treffen statt vor dem Fernsehgerät zu sitzen. Seit Mai haben gleich zwei Lokal im Stadtzentrum wieder geöffnet, die jahrelang geschlossen waren und schmerzlich vermisst wurden. Nur wenige Schritte voneinander entfernt: Der Alte Bahnhof und das Café Marie. Peter Kampschulte hat zusammen mit Sascha Pinkas eine kleine Wohlfühloase geschaffen, zu der in den Sommermonaten die Terrasse auf der Rückseite gehört. Für ein kühles, heißes oder prickelndes Getränk unter freiem Himmel. Wie in alten Zeiten können sich die Gäste im Alten Bahnhof fühlen, den der neue Wirt Taner Sevik generalsaniert und liebevoll und nahezu unverändert mit Musik und Billardtisch wiedereröffnet hat. Kleine Wirtschafts-Wunder in Hof, für uns der Lichtblick des Monats.