Der Dicke Hund im April

Eigentlich war die Ausstellung „Flüchtlinge und Vertriebene in Hof“ als Dokumentation der Folgen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht. Eröffnet wurde sie im Museum Bayerisches Vogtland im Januar vor zehn Jahren. Sehr sehenswert, mit Exponaten zur Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen in der Stadt Hof, wo sich nach dem 2.Weltkrieg das größte bayerische Flüchtlingslager befand. Im Jahr 1989 kamen die Flüchtlingszüge aus Prag mit DDR-Bürgern am Hofer Hauptbahnhof an. Die Freiheitshalle wurde zum Notaufnahmelager umfunktioniert. Aus tragischem Anlass müsste die Ausstellung nun auf den neuesten Stand gebracht werden. Denn durch den Überfall russischer Truppen auf die Ukraine flüchten Millionen Menschen aus ihrer Heimat, viele auch nach Hof. Wir sind Zeitzeugen und müssen Flucht und Vertreibung des Jahres 2022 dokumentieren. Denn nach dem – hoffentlich baldigen – Kriegsende wird wieder die Frage gestellt werden: „Wie konnte das passieren?“ Das Museum Bayerisches Vogtland sollte schon jetzt damit beginnen, Material und Aussagen von Zeitzeugen zu sammeln, um diese Frage zu beantworten. Und festzustellen, dass Krieg, Völkermord und Vertreibung Kriegsverbrechen sind, die bestraft werden. So schnell wie möglich!

Die Freiheitshalle als Notunterkunft für DDR-Flüchtlinge. Foto: Ernst Sammer


100%-Regel im Theater Hof

Da wieder 100% der vorhandenen Plätze im Theater belegt werden dürfen, gibt es neu verfügbare Karten für eigentlich bereits seit langem ausverkaufte Vorstellungen. An diesem Wochenende betrifft dies den „ZAUBER DER OPERETTE – EIN OHRENSCHMAUS NACH ART DES HAUSES“ am Samstag, 26.03.2022 um 19.30 Uhr im Studio (FV). Auch für die Kakao-Oper „LA CENERENTOLA“ für Kinder ab vier Jahren am Sonntag, 27.03.2022 um 16.00 Uhr im unteren Foyer des Theaters Hof sind daher wieder Restkarten erhältlich. Die neu verfügbaren Karten gibt es ab sofort an der Theaterkasse, Tel.: 09281/7070-290.

Osterferienprogramm Hof

Am 28. März 2022 beginnt die Online-Anmeldung zum Osterferienprogramm der Kommunalen Jugendarbeit. Seit diesem Jahr ist die Anmeldung über das neu eingerichtete Ferienbuchungsportal der Stadt Hof möglich. Das bedeutet, dass während des Anmeldezeitraums, Interessierte von Montag, 28. März ab 8:00 Uhr bis Freitag, 1. April, 12:00 Uhr bequem zu jeder Tageszeit von zu Hause aus das gewünschte Angebot auswählen können.

Alle ausführlichen Informationen zu den Angeboten, zur Registrierung im neuen Ferienbuchungsportal (ab sofort möglich) sowie der Anmeldung ab 28. März, sind auf der Internetseite des Kinder- und Jugendbüros www.kjb.stadt-hof.de unter der Rubrik Ferien/Osterferien zu finden.

Besondere Höhepunkte im Osterferienprogramm:

  • „Entdecker unterwegs“ – vier Angebote des Museums Bay. Vogtland
    • „Handletteringkurs“ – Angebot der Stadtbücherei
    • Klettern in der Kletterhalle – Ausflug mit dem Kinder- und Jugendzentrum „Q“
    • „Mit dem Förster unterwegs“ – Ausflug mit dem Kinder- und Jugendzentrum „Q“
    • „Ritterspiele an der Burgruine“ – Ausflug mit Kinder- und Jugendzentrum „Q“
    • Geocaching im Frankenwald – Ausflug mit dem Kinder- und Jugendzentrum „Q“
    • Lama-Trekking-Tour am Döbraberg – Ausflug mit dem Kinder- und Jugendzentrum „Q“

Es gelten die tagesaktuellen Corona-Regelungen.

Stadt Hof nimmt an Earth Hour 2022 teil

Eine unbeleuchtete Stunde in Hof als Zeichen gegen Lichtverschmutzung

Sehr geehrte Medienschaffende,

am 26. März beteiligt sich die Stadt Hof an der globalen Aktion „Earth Hour“. Von 20:30 Uhr bis 21.30 Uhr wird auf nicht zwingend notwendige Beleuchtung verzichtet, um damit ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung zu setzen. Hierfür schaltet das Rathaus Hof, die VHS Hofer Land, die St. Michaeliskirche, die Marienkirche, die Freiheitshalle, das Theater Hof und das Architekturbüro fickenscher architektur+ die Fassadenbeleuchtung ab.

Jeder ist zur Teilnahme an der Earth Hour aufgefordert

Ziel der Earth Hour ist auf die Probleme aufmerksam zu machen, die durch Lichtverschmutzung für Umwelt, Mensch und Tier auftreten. Aus aktuellem Anlass, soll die Earth Hour in diesem Jahr auch ein Zeichen für den Frieden setzen.

Alle Hofer Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Gastronomie, Einzelhandel, Vereine und Institutionen sind herzlich eingeladen mitzumachen und Beleuchtung aller Art für eine Stunde abzuschalten.

Bereits das Herunterlassen der Jalousien, das Ausknipsen von Gartenbeleuchtung und das Ausschalten von Leuchtwerbung, Schaufensterbeleuchtung und Fassadenbestrahlung hilft Lichtverschmutzung in der Natur zu vermeiden.

Der Stadtteil Wölbattendorf wird komplett verdunkelt

Die Straßenbeleuchtung in Wölbattendorf wird für die Earth Hour komplett abgeschaltet. Die Lage des Stadtteils bietet sich an, da hier keine Durchgangsstraße quert.

Die lokale Feuerwehr und die Polizei werden in dieser Zeit die Sicherheit in Wölbattendorf gewährleisten. Nach und nach gehen bis 20:30 Uhr alle Lichter aus bis Wölbattendorf auf der Hofer Landkarte für eine Stunde nicht mehr zu sehen ist. Eine Drohne wird das Geschehen filmisch belgeiten. Die Wölbattendorfer Bürgerinnen und Bürger werden von der Stadt in einem offiziellen Anschreiben über die Aktion informiert und gebeten, an der Aktion teilzunehmen, in dem auch Sie für eine Stunde das Licht ausschalten.

Deutschlandweite Medienplattform mit allen Teilnehmern

Die Stadt Hof hat sich bereits zu der Aktion „Earth Hour“ angemeldet und ist auf der deutschlandweiten Medienplattform des WWF sichtbar. Alle Bürger*innen und Unternehmen, die sich entschließen auch mitzumachen, können sich unter https://www.wwf.de/earth-hour informieren, Tipps holen und auf der Medienplattform  verzeichnen lassen.

Der Lichtblick im März

Der „Alte Bahnhof“ ist Kult in mehrerlei Hinsicht. Er weist durch seinen Namen darauf hin, dass früher – gegenüber – der erste Hofer Bahnhof stand. Neben dem Wirtshaus steht das Verlagsgebäude der Frankenpost. Da wurde die Zeitung gedruckt und am späten Abend, gab es im Alten Bahnhof Diskussionen über die neuesten Meldungen, gewissermaßen als Vorgänger der heutigen TV-Talkshows. Nach der Übernahme durch Mike Thulke wurde aus dem Lokal eine Musikkneipe. Die profitierte davon, dass Bands, die auf dem Weg von Berlin nach München und umgekehrt waren, vor und nach ihrer Fahrt durch die DDR im Alten Bahnhof Station machten, ein Konzert gaben und in den Gästezimmern nach einem musikalischen und meist feucht-fröhlichen Abend übernachten konnten. Da waren Größen dabei wie die Spider Murphy Gang, Klaus Lage, Heinz Rudolf Kunze, Ginger Baker, Alexis Korner und viele andere. Danach führte Erwin Fiedler (vorher „Hofer Keller“) den Alten Bahnhof bis zu seinem überraschenden Tod im Jahr 2019 weiter. Seitdem ist die Kultkneipe geschlossen. Jetzt hat das Ehepaar Önay und Taner Sevik (vorher Grillhaus Ella) das Gebäude gekauft, will es herrichten, wenn alles klappt mit Gästezimmern und Biergarten. Innen im Lokal aber soll es so erhalten bleiben wie bisher. Die Hofer Wirtshaus- und Musik-Tradition soll fortgesetzt werden. Für uns der Lichtblick des Monats.

Wasserschaden am Theater Hof

Das Theater Hof hatte die letzten Monate mit der Corona-Pandemie und den Problemen bei der Schaustelle schon genug zu kämpfen – jetzt gabs allerdings die nächste Horrornachricht: Heute Morgen wurde die Bühne im frisch sanierten Haus inklusive des Orchestergrabens unter Wasser gesetzt. Schuld daran waren Mitarbeiter einer externen Firma, die die Sprinkleranlage falsch bedient hatten – sie löste aus. Zentimeterhoch stand das Wasser, das die Hofer Feuerwehr abpumpen musste. Dieser Vorfall hat auch Auswirkungen auf die kommenden Vorstellungen.

Der Spielbetrieb muss vorerst bis mindestens Mitte März ausgesetzt werden, einige Vorstellungen können jedoch in die Hofer Freiheitshalle und das Rosenthal-Theater in Selb verlegt werden. Die Höhe des Schadens ist noch nicht absehbar.

Mehr dazu auf den Seiten des Theaters Hof.

Der Dicke Hund im Januar

„Wir schaffen das!“ war der prägende Ausspruch der Kanzlerin, als es darum ging, eine große Anzahl von Flüchtlingen bei uns aufzunehmen. Die Stadt Hof hat kräftig geholfen und schutzsuchenden Menschen ein neues Zuhause geboten. So hat sich die Einwohnerzahl erhöht, die Geburtenrate ist gestiegen. Um Integration erfolgreich zu machen, muss man sich auch um die Menschen kümmern, insbesondere um die Kinder. Das kostet. Und genau hier wird Hof derzeit im Stich gelassen. Ausgerechnet von den Regierungspolitikern, die das „S“ für „sozial“ im Namen tragen. Christlich-sozial in München und Sozial-demokratisch in Berlin. Die Sozialkosten der Stadt Hof explodieren und legen den Spielraum für andere wichtige Aufgaben im Jahr 2022 auf Eis. Die Kosten für den städtischen Straßenunterhalt sollten auf sagenhafte „Null Euro“ gekürzt werden. Da wird es allerhöchste Zeit, die tatsächlichen Sozialkosten offenzulegen und damit bei Staats- und Bundesregierung anzutreten. Denn „Wir schaffen das!“ kann für die Stadt Hof nicht bedeuten „Wir zahlen das!“ Die Stadt Hof hat Großartiges geleistet, daran darf sie jetzt finanziell nicht zugrunde gehen. Das wäre unterlassene Hilfeleistung und für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Dicke Hund im Dezember

Da standen sie also. Fertig aufgebaut und dekoriert. Die Stände am Hofer Weihnachtsmarkt sollten am Montag vor dem 1.Advent eröffnen. Bis am Freitag davor die für die Betreiber verheerende Nachricht aus München kam: Alle Weihnachtsmärkte in Bayern werden abgesagt. Dabei wurden weder Mühen noch Kosten gescheut, um ein pandemieverträgliches Konzept zu erstellen. Die Zeit bis zur Eröffnung hat nicht nur die Aussteller, sondern auch die Stadt Hof viel Geld und Energie gekostet. Na gut, könnte man sagen, die Gesundheit der Bürger geht eben vor. Richtig, aber die Entwicklung hatten Gesundheitsexperten vorhergesagt. Klare, rechtzeitige Ansagen seitens der Politik hätten die Aussteller davor bewahrt, in eine Nullnummer zu investieren. Gleiche kurzfristige Anweisungen, um nicht zu sagen Befehle, waren seit Corona-Ausbruch im März 2019 festzustellen. Leidtragende waren Schüler, Eltern, Pflegekräfte, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Kulturveranstalter, Gastronomen, Einzelhändler, Dienstleister, Freischaffende und viele andere. Immer wieder das gleiche Spiel: Am Freitag wird am Nachmittag bekanntgegeben, auf welche neuen Vorschriften sich die Bürger ab Montag einzustellen haben. Wer gegen die Vorschriften verstößt, wird bestraft. Bürgernähe und Planungssicherheit sehen anders aus. Für uns der Dicke Hund des Monats.

Der Lichtblick im Dezember

Im Zuge der Pandemie kam es etwas zu kurz, auch wenn alles unternommen wurde, um es festlich zu gestalten: das 150jährige Jubiläum des Hofer Wärschtlamos. Zahlreiche Veranstaltungen mit begrenzten Besucherzahlen, aber auch besondere Möglichkeiten, um sich über die Geschichte der Hofer Wurstverkäufer zu informieren. Wer die Ausstellung im Museum Bayerisches Vogtland besuchen möchte, muss sich sputen. Die ist – offiziell – nur noch bis zum 12.Dezember geöffnet. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Jubiläums-Broschüre „Mit oder ohne Sempft?“ zu besorgen. Und speziell zur Weihnachtszeit das Wärschtlamo-Räuchermännchen (Bild). Weitere Geschenkideen gibt es in der Tourist-Info am Hofer Rathaus. Freilich stellt sich die Frage: Warum werden die Jubiläums-Feierlichkeiten nicht verlängert? Ein richtiges Wärschtlamo-Fest, wenn es wieder erlaubt ist, mit der ganzen Bevölkerung? Die Wärschtlamo-Ausstellung in die Innenstadt bringen. Die Wärschtlamänner auf die Bühne holen, ihre Geschichten erzählen lassen. Dazu frisch aus dem Kessel heiße Wiener, Bauern- oder Weißwürste im Brötchen, mit oder ohne Sempft. Dazu ein Hofer Bier und viel gute Laune. Stadtmarketing, an die Arbeit! Für uns der Lichtblick mit extremer Vorfreude auf das kommende Jahr.

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